Der Mitbegründer von Super Micro Computer, Yih-Shyan „Wally" Liaw, erschien am Mittwoch vor einem Bundesgericht in Manhattan und plädierte auf nicht schuldig bezüglich der Anklage im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen 2,5-Milliarden-Dollar-Schmuggelschema mit Nvidia-betriebenen Servern.
Super Micro Computer, Inc., SMCI
Bundesstaatsanwälte sagen, Liaw habe dabei geholfen, in den USA montierte Server mit Nvidia-Chips an Kunden in China zu leiten, unter Verstoß gegen US-Exportkontrollen für fortschrittliche KI-Hardware.
Die mutmaßliche Methode? Ein südostasiatisches Durchgangsunternehmen, das genutzt wurde, um das endgültige Ziel der Lieferungen zu verschleiern.
Zwei weitere Personen mit Verbindung zu Super Micro wurden ebenfalls angeklagt. Ruei-Tsang „Steven" Chang, ein General Manager im Taiwan-Büro von Super Micro, und Ting-Wei „Willy" Sun, der von Staatsanwälten als „Vermittler" beschrieben wird, der bei der Koordinierung der Umleitungen half.
Sun plädierte bei der Anhörung am Mittwoch ebenfalls auf nicht schuldig. Chang befindet sich derzeit nicht in Gewahrsam.
US-Bezirksrichter Edgardo Ramos legte einen Prozesstermin für den 02.11. fest. Der Fall geht nun in eine Vorverhandlungsphase über, die typischerweise die Überprüfung von Beweisen und rechtliche Anträge beider Seiten umfasst.
Liaw wurde gegen eine Kaution von 5 Millionen Dollar freigelassen. Er ist nach den Anklagen auch aus dem Vorstand von Super Micro zurückgetreten.
Die SMCI-Aktie erlitt einen Rückgang von 27%, als die Anklagen am 19.03. erstmals öffentlich gemacht wurden. Die Aktie hat diesen Boden nicht wieder wettgemacht.
Seit Jahresbeginn ist SMCI um 23,1% gefallen. Der Prozesstermin im November bedeutet, dass diese rechtliche Belastung nicht so schnell verschwinden wird.
Die Analystenstimmung zur Aktie ist vorsichtig. Auf TipRanks hat SMCI ein Halten-Konsensrating, basierend auf drei Kaufempfehlungen, acht Halten-Empfehlungen und drei Verkaufsempfehlungen.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 31,70 Dollar, was etwa 41% Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau bedeuten würde – obwohl diese Lücke widerspiegelt, wie weit die Aktie gefallen ist, nicht einen Anstieg des Vertrauens.
Der Kern des Falls der Staatsanwaltschaft ist, dass Liaw und die anderen die Serverlieferungen bewusst so strukturierten, um die Auslösung von US-Exportbeschränkungen zu vermeiden.
Fortschrittliche KI-Chips, insbesondere die von Nvidia hergestellten, unterliegen nach US-Recht strengen Kontrollen, wenn es um Exporte nach China geht.
Staatsanwälte behaupten, die Gruppe habe die Hardware an eine namenlose südostasiatische Einrichtung verkauft, die dann die Ausrüstung an chinesische Endnutzer weiterleitete.
Dies ist der bisher prominenteste Fall, der den mutmaßlichen Schmuggel von eingeschränkter KI-Hardware nach China betrifft.
Die Anklagen wurden erstmals am 19.03. entsiegelt, und die Plädoyers auf nicht schuldig am Mittwoch markieren den formellen Beginn des Rechtsverfahrens.
Das nächste wichtige Datum ist der 02.11., wenn der Prozess planmäßig beginnen soll.
Der Beitrag Super Micro Computer (SMCI) Stock Falls as Co-Founder Pleads Not Guilty to Chip Smuggling Charges erschien zuerst auf CoinCentral.


