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MANILA, Philippinen – Das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Entwicklung (DEPDev) befürchtet, dass ein zusätzliches Budget zur Unterstützung von Programmen während der anhaltenden Ölkrise die Haushaltslage der Philippinen verschlechtern könnte.
DEPDev-Sekretär Arsenio Balisacan teilte dem Senatsausschuss PROTECT (Proactive Response and Oversight for Timely and Effective Crisis Strategy) am Montag, dem 13.04., mit, dass das Ministerium einen Antrag auf zusätzliches Budget erwägt, um den Finanzierungsbedarf für Hilfsprogramme im Zusammenhang mit der Nahost-Krise zu decken. Dies könnte jedoch dazu führen, dass das Haushaltsdefizit des Landes zunimmt.
„Als COVID uns traf, hatten wir eine sehr gute Haushaltslage. Das Defizit war niedrig, die Schulden waren niedrig, aber diesmal haben wir diesen Luxus nicht", erklärte er.
Daten des Bureau of the Treasury zeigen, dass das Haushaltsdefizit des Landes Ende Februar bei 171,2 Milliarden P liegt. Unterdessen stieg die Staatsverschuldung im Februar auf 18,16 Billionen P, da die Regierung zusätzliches Geld geliehen hat, inmitten dessen, was das National Treasury als „sich entwickelnde globale Finanzbedingungen" beschrieb.
Balisacan wies auch darauf hin, dass die steigenden Preise an der Zapfsäule dazu führen könnten, dass die Inflation in diesem Jahr über das Regierungsziel von 2 % bis 4 % hinaus beschleunigt wird. Die Philippine Statistics Authority berichtete am Dienstag, dem 17.04., dass die Inflation im März aufgrund steigender Diesel- und Benzinpreise über die Regierungsziele hinaus auf 4,1 % gestiegen ist.
Neben dem zusätzlichen Budget schlug Balisacan auch andere Maßnahmen vor, wie die Überprüfung des Ölderegulierungsgesetzes, die Lockerung des Importverbots für Biokraftstoffe und die vorübergehende Aufhebung des Kohlemoratoriums.
„Meine Präferenz ist, dass wir uns um das 2026 (General Appropriations Act) herum bewegen. Wir müssen die Kapitalausgaben bei Bedarf kürzen, nur um das zu finanzieren, was für die Krise am dringendsten benötigt wird", sagte der DEPDev-Chef.
Balisacan sagte, das Department of Budget and Management habe 238 Milliarden P an relevanten Mitteln identifiziert, um Notfallmaßnahmen für die Nahost-Krise zu unterstützen. Zum 01.04. wurden bereits etwa 125,2 Milliarden P freigegeben.
Diese verfügbaren Mittel reichen nur für etwa dreieinhalb Monate.
Von der bisher freigegebenen Finanzierung gingen etwa 20 Milliarden P an die Notfallölbeschaffung des Energieministeriums. – Rappler.com


