Aktuelle von CryptoRank veröffentlichte Statistiken deuten auf ein schwieriges Jahr für IDOs im Jahr 2026 hin. Der Bericht, der Projekte nach dem bisherigen ROI seit ihrem IDO-Preis einordnet, zeigt einen drastischen Rückgang in der gesamten Branche. Unter 38 gemeldeten IDOs konnte nur ein einziges Projekt einen ROI von über 1x erzielen, was auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit und des Anlegervertrauens in frühe Token-Verkäufe hinweist.
Die Daten zeigen ROI-Werte von lediglich 1,05x im höchsten Fall bis nahezu 0x bei den meisten anderen Projekten. Der einzige Outperformer, der über Uniswap angeboten wurde, ist OCT, das über seinen Eröffnungspreis gestiegen ist. Diese Leistung steht in starkem Kontrast zum Rest des Marktes, wo sich die Renditen größtenteils gegen 0x bewegt haben.
Das Diagramm zeigt, dass OCT einen ROI von 1,05x erreicht hat, was es bisher zum einzigen profitablen IDO im Jahr 2026 macht. Alle anderen Projekte haben die Gewinnschwelle nicht erreicht. Der zweitbeste Performer verzeichnete einen ROI von 0,82x, die übrigen lagen bei 0,68x, 0,52x und 0,50x. Diese Zahlen stellen Verluste zwischen 18 Prozent und 50 Prozent dar, selbst bei vergleichsweise stärkeren Projekten.
Weiter unten im Ranking schwächen sich die Renditen weiter ab. Projekte meldeten ROIs von 0,39x, 0,37x, 0,32x und 0,25x, was Verluste von 61 % bis 75 % widerspiegelt. Projekte im Mittelfeld verzeichneten noch stärkere Rückgänge mit Werten von 0,13x und 0,10x, bei denen Anleger fast 90 Prozent ihres Kapitals verloren haben.
Am unteren Ende der Skala sind die Zahlen noch beunruhigender. Einige Token verzeichneten Renditen von 0,03x und 0,01x, und eine große Anzahl von Projekten fiel erheblich auf 0,00x. Das bedeutet, dass fast 100 Prozent des Wertes verloren gegangen sind, und eine solche Situation ist im gegenwärtigen IDO-Bereich immer häufiger anzutreffen.
Zu den auffälligsten Zahlen des Berichts gehört die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der IDO-Token bis 2026 im Vergleich zu ihren ursprünglichen Preisen um mindestens 99 % oder mehr gefallen sein wird. Eine so niedrige Wachstumsrate deutet darauf hin, dass viele Projekte weder liquide geblieben sind noch das Nutzerinteresse aufrechterhalten oder die Entwicklungsmeilensteine erreicht haben.
Das Diagramm klassifiziert Projekte zudem nach Launchpads, wie KingdomStarter, Fjord Foundry, BSC Launch, Coin Terminal, Kommunitas, Polkastarter, TrustFi und anderen. Obwohl verschiedene Launchpads unterschiedliche Leistungen zu erbringen scheinen, scheinen die Schwäche und Underperformance durchgehend konsistent zu sein, sodass das Problem nicht auf eine bestimmte Plattform beschränkt zu sein scheint, sondern ein marktweites Problem darstellt.
Die Underperformance von Projekten wurde sogar auf Plattformen beobachtet, die traditionell mit höheren Prüfungsstandards verbunden sind. Die Häufigkeit dieser Verluste stellt die Due Diligence, das Tokenomics-Design und die Post-Launch-Services in der IDO-Wirtschaft in Frage.
Die schwache Leistung von IDOs im Jahr 2026 findet in einem risikoaverseren Kryptomarktumfeld statt. Die Fragmentierung der Liquidität und ein Rückgang der Privatanleger-Beteiligung haben ebenfalls zu schlechter Preisentwicklung nach dem Launch geführt.
Zudem werden nur wenige Projekte in den Markt eingeführt, die hochgradig wettbewerbsfähig sind und sich kaum differenzieren lassen. Wenn der Nutzwert oder die Akzeptanz nicht hoch ist, neigen Token dazu, sich bei der Notierung schnell zu verkaufen, was zu den hohen Rückgängen in den Daten beiträgt.
Die vorhandenen Statistiken zeichnen ein schwieriges Bild für die Zukunft von IDOs. Da nur 1 von 38 Projekten positive Renditen aufweist und die meisten Projekte erhebliche Verluste erlitten haben, lässt sich sagen, dass das Vertrauen in dieses Fundraising-Modell schwindet. Um den Sektor wiederzubeleben, könnten Branchenteilnehmer gezwungen sein, die Projektqualität, Transparenz und die Angleichung der Anreize zwischen Teams und Investoren zu verbessern.
Obwohl IDOs in der Frühzeit der Kryptowährungen eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit darstellten, hat das Jahr 2026 einige Gefahren ans Licht gebracht.


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