BlackRocks iShares Bitcoin Trust hat Coinbases Deribit als führende Plattform für Bitcoin-Optionen überholt, was eine Verschiebung des Schwerpunkts für den Kryptohandel von Offshore-Zentren zur Wall Street signalisiert.
Das offene Interesse an Optionen, die an den an der Nasdaq notierten iShares Bitcoin Trust (IBIT) gebunden sind, erreichte fast 38 Milliarden Dollar und übertraf damit die 32 Milliarden Dollar bei Deribit nach dem Vertragsablauf am Freitag, laut Daten von Bloomberg und Deribit.
Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Meilenstein.
Deribit, gegründet im Jahr 2016, hatte lange Zeit die Bitcoin-Optionsaktivitäten dominiert und galt weithin als der bevorzugte Marktplatz für Krypto-Derivate.
Die Veränderung kommt weniger als ein Jahr nachdem IBIT im November Optionen eingeführt hat, was seinen raschen Aufstieg unterstreicht.
Mit Vermögenswerten von 84 Milliarden Dollar ist IBIT bereits der weltweit größte börsengehandelte Bitcoin-Fonds.
Das Wachstum seines Optionsmarktes verstärkt einen Feedback-Loop, in dem tiefere Liquidität Legitimität schafft, mehr Zuflüsse anzieht und seine Position weiter stärkt.
Marktteilnehmer betrachten die Entwicklung als Teil einer breiteren strukturellen Verschiebung auf den Kryptomärkten.
George Mandres, Senior-Händler bei XBTO Trading, sagte in einem Bloomberg-Bericht, dass die zunehmende Beteiligung der Wall Street an Bitcoin-Optionen "erhebliches Kapital und Handelsexpertise" mit sich bringt.
Er argumentierte, dass die Präsenz großer Finanzinstitutionen zu engeren Spreads, tieferer Liquidität und größerer Effizienz auf dem gesamten Markt beiträgt.
Mandres deutete auch an, dass der Einfluss traditioneller Akteure zu einem dämpfenden Effekt auf die "Volatilität der Volatilität" führen könnte, wodurch Bitcoin-Preisschwankungen weniger extrem werden.
Da institutionelle Investoren Bitcoin neben traditionellen Vermögenswerten wie Gold oder wichtigen Währungen abwägen, sieht er das Potenzial für einen langfristigen Rückgang der Volatilität.
Dennoch betonte Mandres, dass der Übergang nicht zu einer vollständigen Zentralisierung der Liquidität in den USA führen wird.
Stattdessen erwartet er die Entstehung von zwei parallelen Ökosystemen: eines, das sich um regulierte traditionelle Finanzprodukte (TradFi) wie IBIT dreht, und ein anderes in Offshore- und dezentralisierten Finanz-Venues (DeFi), die auf risikofreudigere Händler ausgerichtet sind.
Trotz des Verlusts seiner Spitzenposition bleibt Deribit ein wichtiger Akteur auf den Bitcoin-Derivatemärkten.
Die Plattform, die im August für etwa 2,9 Milliarden Dollar von Coinbase übernommen wurde, zieht weiterhin Krypto-native Händler an, die von ihrer Flexibilität und ihrem Offshore-Betriebsmodell angezogen werden.
Jahrelang war Deribit gleichbedeutend mit hebelgetriebenem Krypto-Derivatehandel und prägte durch seine Dominanz die Marktdynamik.
Während der Aufstieg von IBIT den wachsenden Fußabdruck der Wall Street unterstreicht, spiegelt die anhaltende Beliebtheit von Deribit die dauerhafte Nachfrage nach weniger regulierten Umgebungen und experimentellen Finanzprodukten wider.
Die Verschiebung in der Führungsposition unterstreicht eine grundlegende Transformation: Bitcoin-Derivate rücken näher an den regulierten Kern des US-Finanzsystems heran.
Diese Entwicklung könnte neu gestalten, wie sowohl Institutionen als auch Privatanleger an die Anlageklasse herangehen, indem sie die Attraktivität von Stabilität und Aufsicht gegen den Appetit auf Risiko und Innovation abwägen.
Da sich die Rolle von Bitcoin im Mainstream-Finanzwesen weiterentwickelt, könnte die Spaltung zwischen regulierten und Offshore-Märkten die nächste Wachstumsphase bei digitalen Vermögenswerten definieren.
Der Beitrag IBIT übertrifft Deribit als größten Bitcoin-Optionsmarkt erschien zuerst auf CoinJournal.

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