Die südafrikanische Zentralbank (SARB) hat erneut Alarm wegen digitaler Vermögenswerte geschlagen und betont, dass der Mangel an einem vollständigen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen und Stablecoins einen blinden Fleck im Finanzsystem schafft.
Die grenzenlose, vollständig digitale Natur von Kryptowährungen ermöglicht es ihnen, Südafrikas Devisenkontrollvorschriften zu umgehen, die nicht für diese Vermögenswerte konzipiert wurden. Herco Steyn von der SARB betonte, dass ohne einen vollständigen Regulierungsrahmen die Behörden keine angemessene Aufsicht bieten können, obwohl für 2025 eine Reform erwartet wird.
Mit der zunehmenden Akzeptanz von Krypto-Vermögenswerten in Südafrika wächst auch die Notwendigkeit, dass sich der inländische Regulierungsrahmen weiterentwickelt, um auf Marktentwicklungen und Risiken von Krypto-Vermögenswerten zu reagieren.
Die südafrikanische Zentralbank
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Die SARB und das Finanzministerium entwickeln neue Vorschriften, um die Kontrolle über grenzüberschreitende Kryptoströme zu verschärfen und sicherzustellen, dass digitale Vermögenswerte unter die Devisenkontrollaufsicht fallen.
Seit 2022 hat es eine strukturelle Verschiebung im südafrikanischen Kryptohandel gegeben. Während Bitcoin und andere Kryptowährungen früher dominierten, sind an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins aufgrund ihrer geringeren Preisvolatilität zum führenden Handelspaar geworden. Bitcoin ist von 126.000 US-Dollar (193.000 AU$) im Oktober auf etwa 87.000 US-Dollar (134.000 AU$) gefallen, und Ether ist seit seinem Augusthoch um etwa 40% gesunken.
Die Handelsvolumina für Stablecoins sind von unter 4 Milliarden Rand (359 Millionen AU$) im Jahr 2022 auf fast 80 Milliarden Rand (7,18 Milliarden AU$) bis Oktober 2025 gestiegen. Die drei Hauptplattformen Luno, VALR und Ovex bedienen jetzt 7,8 Millionen registrierte Nutzer mit einem Gesamtvermögen von 25,3 Milliarden Rand (2,28 Milliarden AU$) Ende 2024. Mit der wachsenden Akzeptanz von Kryptowährungen betonte die Zentralbank die Notwendigkeit, dass sich die Vorschriften parallel zum Markt weiterentwickeln, um aufkommende Risiken anzugehen.
Die Europäische Zentralbank hat ebenfalls davor gewarnt, dass Stablecoins Bankensysteme bedrohen könnten, indem sie Einlagen von traditionellen Kreditgebern weg und in US-Staatsanleihen-gestützte Instrumente verlagern, wodurch Banken anfälliger für Liquiditätsschocks werden.
Die schnelle Verbreitung von Stablecoins in Südafrika, gepaart mit regulatorischen Lücken, verdeutlicht die Notwendigkeit einer robusten Aufsicht zum Schutz des Finanzsystems des Landes.
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Der Beitrag "Südafrika kennzeichnet Krypto- und Stablecoin-Lücken als aufkommende Bedrohung für die Finanzstabilität" erschien zuerst auf Crypto News Australia.


