Portugiesische Behörden wollen bald den Zugang zu Polymarket sperren. Es wurden nämlich mehrere Millionen Euro auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl gesetzt, noch bevor die offiziellen Ergebnisse veröffentlicht waren.
Diese Maßnahme kommt, weil Vorhersage-Märkte immer beliebter werden. Besonders Sport, Politik und Krypto machen den Großteil der Aktivitäten auf der Plattform aus.
Laut Renascença hat der Regulierungs- und Kontroll-Dienst für Glücksspiele (SRIJ) bestätigt, dass die Krypto-basierte Vorhersage-Plattform in Portugal illegal arbeitet. Dort sind Wetten auf politische Ereignisse nach nationalem Recht verboten.
Nach Angaben der Behörde wurde Polymarket am Freitag offiziell informiert und hatte 48 Stunden Zeit, seine Aktivitäten im Land zu beenden. Trotzdem war die Plattform auch am Montag noch erreichbar. Deshalb will der SRIJ jetzt die Internetanbieter auffordern, Polymarket zu blockieren.
Polymarket rückte in den Fokus, weil in den letzten Stunden vor Schließung der Wahllokale ungewöhnlich viele Wetten auf das Ergebnis der portugiesischen Präsidentschaftswahl abgeschlossen wurden.
Kurz bevor die Ergebnisse bekannt wurden, sollen mehr als 4 Mio. Euro eingesetzt worden sein. Das gesamte Volumen am wichtigsten Präsidentschaftsmarkt liegt inzwischen bei über 120 Mio. USD. In dieser Zeit änderten sich die Quoten deutlich zugunsten von António José Seguro, lange bevor offizielle Prognosen veröffentlicht wurden.
Die Marktdaten zeigen, dass Seguros Siegeschance von etwa 60 Prozent am Morgen auf über 90 Prozent am frühen Abend stieg – und fast sicher war, als die Fernsehsender mit den Prognosen begannen.
Durch diese schnelle Veränderung gibt es Spekulationen, dass einige Trader schon vorher Zugang zu Exit-Poll-Daten oder anderen nicht-öffentlichen Informationen hatten.
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