Die Kuda Microfinance Bank plant die Eröffnung weiterer Erlebniszentren für Kundenunterstützung und Community-Engagement, nachdem sie von der Central Bank of Nigeria (CBN) eine Lizenz zum Betrieb als National Microfinance Bank erhalten hat, ein Upgrade, das mit der Erwartung einer landesweiten physischen Präsenz einhergeht.
Der Schritt hebt die geografischen Beschränkungen auf, die mit Kudas früherer Unit-Mikrofinanzbanklizenz verbunden waren, die trotz der grenzenlosen Natur ihres digitalen Bankgeschäfts ihre physischen Aktivitäten auf einen bestimmten Standort beschränkte. Mit einer nationalen Lizenz muss Kuda seine physische Präsenz ausbauen und den Kunden mehr Möglichkeiten für persönliche Unterstützung bieten, während das digitale Bankgeschäft weiterhin im Mittelpunkt steht.
„Die Erlangung einer nationalen Mikrofinanzbanklizenz ist ein wichtiger Schritt für uns als reguliertes Institut", sagte Musty Mustapha, MD/CEO von Kuda MFB, in einer Erklärung.
Kudas neue Lizenz spiegelt eine umfassendere Bemühung der CBN wider, Lizenzierungsstrukturen mit den tatsächlichen operativen Fußabdrücken schnell wachsender Fintechs in Einklang zu bringen. Doch die Verlagerung bringt Fintechs auch näher an die Kostenstruktur traditioneller Institutionen heran: Filialen, Personal und höhere Compliance-Anforderungen setzen den Niedrigkostenvorteil auf die Probe, der das digitale Bankgeschäft günstiger und agiler gemacht hat.
Am 26.01.2025 berichteten lokale Medien, dass die CBN die MFB-Lizenzen großer Akteure, darunter Moniepoint und Opay, auf eine nationale Lizenz hochgestuft hatte.
Die Zentralbank erklärte, sie habe die Lizenzen dieser Fintechs hochgestuft, um sie an den Umfang ihrer Geschäftstätigkeiten anzupassen und sicherzustellen, dass ihre überwiegend im informellen Sektor tätigen Kunden landesweit Büros aufsuchen können, um Beschwerden zu klären. Im Jahr 2023 verzeichnete Moniepoint mit mehr als zwei Millionen Geschäftskonten durchschnittlich 433 Millionen monatliche Transaktionen mit einem jährlichen Transaktionswert von über 150 Milliarden US-Dollar. Im Q1 2025 trugen OPay mit über 10 Millionen täglich aktiven Nutzern sowie PalmPay dazu bei, Nigerias Mobile-Money-Transaktionen auf 20,71 Billionen ₦ (14,79 Milliarden US-Dollar) zu steigern.
Während die Lizenzierungsrichtlinien der CBN keinen direkten Weg für Unit-MFBs skizzieren, nationale MFBs zu werden, tun sie dies für staatliche MFBs. Von staatlichen MFBs, die ein Upgrade auf nationalen Status anstreben, wird erwartet, dass sie mindestens fünf Filialen betreiben, was Kudas Absicht festigt, in den kommenden Monaten mehrere Büros zu eröffnen.
Über die physische Expansion hinaus unterliegt Kuda mit der Lizenz auch strengeren regulatorischen und Offenlegungsanforderungen. Nationale MFBs müssen beispielsweise ihre Jahresabschlüsse zur Rechenschaftspflicht in einer landesweiten Tageszeitung veröffentlichen.
Das Upgrade erhöht auch Kudas Kapitalanforderungen erheblich. Das erwartete Mindestkapital steigt von 200 Millionen ₦ (142.808 US-Dollar) als Tier-One-Unit-MFB auf 5 Milliarden ₦ (3,57 Millionen US-Dollar) als nationale MFB. Im Jahr 2024 sammelte das Unternehmen 20 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 500 Millionen US-Dollar.
Kuda erklärte, dass es weiterhin mit digitalen Bankdienstleistungen führend bleiben wird, einschließlich Überweisungen, Zahlungen, Sparen und Sofortkredit, während physische Kontaktpunkte bei Bedarf erweitert werden.
„Während wir im Kern digital bleiben, gibt uns diese Lizenz die Flexibilität, mehr physische Kontaktpunkte zu schaffen, wo Kunden persönliche Unterstützung oder Engagement wünschen, sodass wir Nigerianer im ganzen Land auf die für sie bequemste Weise bedienen können", sagte Mustapha.
Im Q1 2025 verarbeitete Kuda über 300 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtwert von 14,3 Billionen ₦ (10,21 Milliarden US-Dollar) über seine Privat- und Geschäftskundenbankbereiche. Das Fintech vergab im Q1 2025 auch Überziehungskredite in Höhe von 16,4 Milliarden ₦ (11,71 Millionen US-Dollar) (ein Wachstum von 43 % im Vergleich zum Vorquartal).
Kuda fügte hinzu, dass seine physischen Expansionen der behördlichen Genehmigung unterliegen. Die Eröffnung einer Filiale ohne Genehmigung der CBN wird von der CBN mit einer Geldstrafe von 2 Millionen ₦ (1.428 US-Dollar) geahndet.


