Washingtons Krypto-Politik-Maschinerie schaltet wieder um. Die regulatorischen Schlagzeilen dieser Woche zeigen eine vertraute Spannung: Gesetzgeber und Behörden bewegen sich schrittweise in RichtungWashingtons Krypto-Politik-Maschinerie schaltet wieder um. Die regulatorischen Schlagzeilen dieser Woche zeigen eine vertraute Spannung: Gesetzgeber und Behörden bewegen sich schrittweise in Richtung

Wöchentlicher Krypto-Regulierungs-Überblick: Trump nominiert Fed-Kandidaten und SEC warnt vor Tokenisierung

Washingtons Krypto-Politikmaschine schaltet erneut einen Gang höher.

Die regulatorischen Schlagzeilen dieser Woche zeigen eine vertraute Spannung: Gesetzgeber und Behörden bewegen sich schrittweise auf klarere Regeln zu, doch der Weg bleibt chaotisch, politisiert und tief verwoben mit umfassenderen Machtkämpfen im Finanzsektor.

Von einer überraschenden Nominierung für die Federal Reserve bis zu neuen Warnungen der U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC zur Tokenisierung bot die Woche einen Einblick, wohin die US-Kryptoregulierung im Jahr 2026 steuert – und was noch im Weg steht.

Trumps Fed-Kandidat deutet auf Bitcoin-freundliche Ausrichtung hin

Präsident Donald Trump bestätigte am Freitag, dass er beabsichtigt, Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve zu nominieren und Jerome Powell zu ersetzen, wenn dessen Amtszeit im Mai endet.

Warsh, ein ehemaliger Fed-Gouverneur und G20-Vertreter, gilt weithin als aufgeschlossener gegenüber nicht-traditionellen Währungsrahmen – ein Faktor, der die Aufmerksamkeit von Bitcoin-Befürwortern auf sich gezogen hat, die das Asset als Absicherung gegen langfristige Währungsentwertung betrachten.

Obwohl der Fed-Vorsitzende Krypto nicht direkt reguliert, könnte die Ernennung makroökonomische Bedingungen, Marktpsychologie und den politischen Ton rund um finanzielle Innovation prägen.

CLARITY Act kommt voran – knapp

Der lang erwartete CLARITY Act kam der Realität einen Schritt näher, nachdem der Landwirtschaftsausschuss des Senats seine Version des Kryptomarktstrukturgesetzes in einer knappen Abstimmung von 12 zu 11 voranbrachte.

Die Gesetzgebung zielt darauf ab, die US-Aufsicht von durchsetzungsgetriebener Unklarheit hin zu klarerer gesetzlicher Zuständigkeit zu verlagern, wobei der CFTC primäre Befugnisse über digitale Rohstoff-Spot-Märkte gewährt werden, während die SEC für die Regulierung von Investment-Vertragsverkäufen zuständig bleibt.

Doch das Gesetz bleibt fragil. Senator Roger Marshall stimmte zu, einen kontroversen Swipe-Fee-Zusatz zurückzustellen, der das gesamte Markup-Verfahren zum Scheitern zu bringen drohte – ein Zeichen dafür, wie unzusammenhängende finanzielle Lobbyismus-Kämpfe Kryptogesetzgebung im letzten Moment noch entgleisen lassen können.

Ripple findet unerwarteten Verbündeten bei der SEC

Eine der wichtigeren Entwicklungen kam von Teresa Goody Guillén, einer ehemaligen SEC-Anwältin, die öffentliche Kommentare einreichte, die Ripples Argument unterstützen, dass Spekulation allein nicht automatisch eine Wertpapierregulierung auslösen sollte.

Ihre Position verstärkt einen wachsenden politischen Vorstoß, das zugrunde liegende Asset vom Investmentvertrag zu trennen – eine Unterscheidung, die die Klassifizierung von Token in zukünftigen Rahmenwerken neu gestalten könnte.

SEC zieht eine Grenze bei tokenisierten Wertpapieren

Die SEC veröffentlichte diese Woche eine ihrer klarsten Aussagen zur Tokenisierung: Das Verpacken einer Aktie oder Anleihe in Blockchain-Infrastruktur ändert nichts an ihrer rechtlichen Identität.

Tokenisierte Wertpapiere, betonten die Regulierungsbehörden, bleiben unabhängig vom Format Wertpapiere nach Bundesrecht. Während sich die Tokenisierung von Pilotprojekten zu echten Finanzprodukten entwickelt, macht die Behörde deutlich, dass „On-Chain" nicht „außerhalb der Regeln" bedeutet.

Weißes Haus greift ein, während Stablecoin-Debatte stockt

Da sich die Verhandlungen hinziehen, beruft das Weiße Haus am 02.02. Krypto-Führungskräfte, Bankenvertreter und Lobbygruppen ein, um Streitigkeiten über den CLARITY Act zu lösen, insbesondere darüber, wie Stablecoin-Zinsen und Belohnungen behandelt werden sollten.

Ein Kompromiss zum Vorschlag wurde trotz fast zweiwöchiger Verhandlungen noch nicht erreicht, bemerkten Insider. Wenn bis Montag keine Einigung erzielt wird, wird das Treffen wahrscheinlich verschoben, fügten sie hinzu. Das Treffen spiegelt wider, wie zentral Stablecoins für das regulatorische Endspiel geworden sind.

Durchsetzungsfragen nach Schließung der DOJ-Einheit

Sechs US-Senatoren, darunter Elizabeth Warren und Richard Durbin, kritisierten den stellvertretenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche für seine Entscheidung, die Krypto-Kriminalitätseinheit des DOJ zu schließen, während er Berichten zufolge persönliche Krypto-Assets hält.

Die Episode wirft unbequeme Fragen über Durchsetzungsprioritäten, Interessenkonflikte und das Engagement der Bundesregierung für die Bekämpfung illegaler Finanzen auf digitalen Märkten auf.

Prognosemärkte rücken ins Rampenlicht

Schließlich zeigt die CFTC, dass Plattformen wie Polymarket und Kalshi bald einem klareren Regelwerk gegenüberstehen könnten. Vorsitzender Mike Selig sagte, die Behörde unterstütze rechtmäßige Innovation, wünsche sich aber definierter Standards für Ereignisverträge, da Prognosemärkte im Volumen explodieren.

Das größere Bild

Zusammengenommen deuten die Entwicklungen dieser Woche darauf hin, dass sich die USA einer Post-Durchsetzungs-Regulierungsära nähern, allerdings nur durch politische Kompromisse, institutionelle Machtkämpfe und zunehmenden Druck sowohl von der Wall Street als auch von Krypto-nativen Unternehmen.

Klarheit kommt. Aber sie wird nicht sauber ankommen.

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