Der jüngste Ausverkauf von Bitcoin zeigt, dass es in den Kryptomärkten immer mehr Spannungen gibt. Hier stehen erfahrene „Buy the Dip”-Anleger im Gegensatz zu HDer jüngste Ausverkauf von Bitcoin zeigt, dass es in den Kryptomärkten immer mehr Spannungen gibt. Hier stehen erfahrene „Buy the Dip”-Anleger im Gegensatz zu H

Bitcoin-Abverkauf zeigt tiefe Markt-Spaltung: Chance oder strukturelles Risiko?

Der jüngste Ausverkauf von Bitcoin zeigt, dass es in den Kryptomärkten immer mehr Spannungen gibt. Hier stehen erfahrene „Buy the Dip”-Anleger im Gegensatz zu Hinweisen auf strukturelle Schwächen.

Weil der digitale Vermögenswert zusammen mit anderen risikoreichen Märkten gefallen ist, gibt es bei Analysten sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Abschwung und was das für Anleger bedeutet.

Bitcoin-Abverkauf: Immer härterer Kampf zwischen überzeugten Käufern und schwachem Markt

Für den langjährigen Bitcoin-Bullen und Autor Robert Kiyosaki ist der Rückgang eine seltene Chance zum Kauf. Er vergleicht das Verhalten am Markt mit dem Einkauf im Einzelhandel: Während viele bei Rabatten in Läden schnell zuschlagen, geraten Anleger bei Ausverkäufen an den Finanzmärkten oft in Panik.

Andere Experten raten jedoch zur Vorsicht. Der CEO von CryptoQuant, Ki Young Ju, sieht einen Mangel an frischem Kapital und einen gleichbleibenden Realized Cap – ein Wert, der zeigt, wie viel Coins beim letzten Kurs bewegt wurden. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Verkäufe aus Gewinnmitnahmen kommen und nicht, weil es nachhaltiges Wachstum gibt.

Die Schwäche bei Bitcoin ist auch Teil einer breiteren Korrektur vieler Märkte. Makrostrategen bei Bull Theory beschreiben die Entwicklung folglich als eine Kettenreaktion, die bei Aktien kleiner Firmen und beim US-Dollar begann. Anschließend ging sie auf Aktien im Allgemeinen und Edelmetalle über und hat schließlich auf die stark gehebelten Kryptomärkte ausgewirkt.

Quant-Modelle zeigen: Bitcoin-Kurs aktuell deutlich unterbewertet trotz Marktgefahren

Obwohl es derzeit viele negative Zeichen gibt, zeigen einige mathematische Analysen, dass Bitcoin im Vergleich zu früher oft unterbewertet ist.

Ein aktuelles Power-Law-Modell zeigt, dass der BTC-Kurs etwa 35 Prozent unter dem Trend der letzten 15 Jahre liegt. So befindet er sich in einem „überverkauften” Bereich, der früher oft zu starken Kursanstiegen geführt hat.

Laut diesem Modell könnte Bitcoin bis Mitte 2026 auf 113.000 USD steigen und bis Anfang 2027 sogar 160.000 USD erreichen. Die erwartete Rendite für die nächsten zwölf Monate könnte bei über 100 Prozent liegen.

Der Ausverkauf macht zudem deutlich, dass es auch eine strukturelle Lektion gibt. Analyst JA Maartun betont, dass die Märkte ständig Konzentration und Überzeugung prüfen.

Wenn die Kursentwicklung fast ausschließlich vom dauerhaften Kauf einzelner Marktteilnehmer abhängt, zeigen sich Schwächen sofort, wenn diese Käufe nachlassen.

Frühere Ereignisse, etwa bei Terra/LUNA oder MicroStrategys Bitcoin-Bestand, zeigen, dass eine starke Abhängigkeit von einzelnen Geldströmen oft zu mehr Schwankungen führt, wenn diese nicht mehr vorhanden sind.

Während Bitcoin nach Stabilität sucht, scheint der Markt derzeit zwischen zwei Kräften zu stehen: Auf der einen Seite investieren überzeugte Anleger bei fallenden Kursen, auf der anderen Seite gibt es strukturellen Druck durch fehlendes neues Kapital und viele gehebelte Positionen.

Bitcoin (BTC) KursentwicklungBitcoin (BTC) Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto

Zum Zeitpunkt des Artikels lag der Bitcoin-Kurs bei 76.819 USD und ist damit in den letzten 24 Stunden um 0,34 Prozent gesunken.

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