Während einer hochbrisanten Anhörung des Bankenausschusses des Senats am 05.02.2026 übte Finanzminister Scott Bessent scharfe Kritik an einer „nihilistischen GruppeWährend einer hochbrisanten Anhörung des Bankenausschusses des Senats am 05.02.2026 übte Finanzminister Scott Bessent scharfe Kritik an einer „nihilistischen Gruppe

US-Regierung sagt Krypto-Rebellen: Akzeptiert die Regeln oder zieht nach El Salvador

2026/02/06 13:23
3 Min. Lesezeit

Während einer hochbrisanten Anhörung des Bankenausschusses des Senats am 05.02.2026 übte Finanzminister Scott Bessent scharfe Kritik an einer "nihilistischen Gruppe" innerhalb der Kryptoindustrie.

Bessent beschuldigte diese Marktteilnehmer, aktiv den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act), das Flaggschiff-Marktstrukturgesetz der Regierung, zu sabotieren, um einer bundesstaatlichen Aufsicht zu entgehen.

In einem der polarisierendsten Momente der Anhörung stellte Bessent ein direktes Ultimatum: Diejenigen, die sich weigern, US-Regulierungsstandards zu akzeptieren, sollten "nach El Salvador ziehen", eine Anspielung auf die Bitcoin-freundliche, aber weniger strenge regulatorische Umgebung des Landes. "Es ist unmöglich, ohne sie fortzufahren", erklärte Bessent und betonte, dass bundesstaatliche Regelungen der einzige Weg nach vorne für die US-Digital-Asset-Industrie seien.

Das Stablecoin-Rendite-Schlachtfeld

Der Hauptauslöser für die aktuelle gesetzgeberische Pattsituation ist eine umstrittene Bestimmung bezüglich Stablecoin-Belohnungen. Die Bankenlobby hat erheblichen Druck auf Gesetzgeber ausgeübt, um Kryptobörsen zu verbieten, Zinsen auf Stablecoin-Guthaben zu zahlen, aus Angst vor einer "Einlagenflucht" von traditionellen Gemeindebanken zu digitalen Wallets.

  • Die "Nihilisten"-Spaltung: Bessents "Nihilisten"-Label zielte auf Firmen ab, von denen er glaubt, dass sie lieber das Scheitern des Gesetzes in Kauf nehmen würden, als ein Verbot von Renditen zu akzeptieren.
  • Einfluss der Bankenlobby: Traditionelle Finanzinstitute argumentieren, dass renditebringende Stablecoins als "unversicherte Einlagen" funktionieren und einen unfairen Wettbewerbsvorteil sowie ein systemisches Risiko schaffen.
  • Frustration im Kongress: Senator Mark Warner (D-VA) teilte die Erschöpfung des Ministers und beschrieb den monatelangen Verhandlungsprozess als "Krypto-Hölle" und merkte an, dass nationale Sicherheitsschutzmaßnahmen in dezentralen Finanzen (DeFi) weiterhin eine große Hürde bleiben.

Rückzug der Industrie: Der Coinbase "Rug Pull"

Die Blockade intensivierte sich im Januar 2026, als Coinbase-CEO Brian Armstrong offiziell die Unterstützung der Börse für das Gesetz zurückzog. Armstrongs Kehrtwende erfolgte, nachdem eine Neuformulierung des Senats mehrere "Giftpillen"-Bestimmungen eingeführt hatte, die die Industrie für unhaltbar hielt.

Hauptbeschwerde der IndustrieBeschreibung der Bestimmung
Stablecoin-Rendite-VerbotVerbietet effektiv Zinsen oder Belohnungen auf USD-gebundene Stablecoins.
Verbot tokenisierter AktienEine De-facto-Blockade des Handels mit tokenisierten Aktien auf Krypto-Infrastruktur.
SEC-MachtausweitungGewährt der SEC deutlich mehr Kontrolle über Märkte als der von der Industrie bevorzugten CFTC.
DeFi-VerboteBringt dezentralisierte Protokolle unter strenge Bank Secrecy Act- und AML-Regeln.

Armstrongs Haltung, "wir hätten lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz", blockierte effektiv die Senatsbearbeitung, da die Gesetzgebung parteiübergreifende Unterstützung benötigt, um die 60-Stimmen-Schwelle zu erreichen.

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Marktreaktion: "Schwarzer Donnerstag" vertieft sich

Bessents Aussage, kombiniert mit seiner festen Ablehnung jeglicher bundesstaatlicher Rettungsaktionen für Digital-Asset-Firmen, brachte Bitcoin ins Trudeln. Am Tag der Anhörung stürzte Bitcoin um über 12% ab und erreichte ein Sitzungstief von 62.353 $, bevor er sich leicht in den 65.000 $-Bereich erholte.

Der Markt preist derzeit ein "Worst-Case"-Regulierungsszenario ein: eines, in dem die USA ohne einen klaren bundesstaatlichen Rahmen bleiben und Unternehmen in einem Zyklus der "Regulierung durch Durchsetzung" gefangen bleiben, während institutionelles Kapital aufgrund mangelnder rechtlicher Klarheit an der Seitenlinie bleibt.

Strategische Erkenntnis: Die Offshore-Bedrohung

Der El Salvador-Kommentar des Ministers unterstreicht eine wachsende Kluft zwischen dem "Innovation-first"-Flügel der Kryptoindustrie und dem "Compliance-first"-Mandat des Finanzministeriums. Damit der CLARITY Act 2026 überlebt, muss die Regierung den Stablecoin-Rendite-Konflikt lösen. Wenn die Bankenlobby erfolgreich Belohnungen verbietet, warnen Analysten, dass die "Digital Dollar"-Innovation dauerhaft ins Ausland abwandern könnte, was Bessents Ultimatum auf eine Weise erfüllen würde, die letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit der US-Finanzbranche schädigen könnte.

Der Beitrag U.S. Government Tells Crypto Rebels: Accept the Rules or Move to El Salvador erschien zuerst auf ETHNews.

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