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Struktureller Kollaps im Kryptomarkt: 2,2 Billionen $ vernichtet

2 Min. Lesezeit

Der Kryptomarkt steht unter massivem Druck. Seit dem 10. Oktober 2025 hat er die Hälfte seines Gesamtwerts verloren – rund 2,2 Billionen US-Dollar sind ausgelöscht worden.

Diese Entwicklung wirft ernste Fragen auf: Handelt es sich nur um eine Korrektur, oder erleben wir den Beginn eines strukturellen Kollapses?

Historischer Ausverkauf und Liquiditätskrise

Bitcoin (BTC), das Flaggschiff der Kryptowährungen, hat sämtliche Gewinne seit der US-Wahl wieder abgegeben und notiert inzwischen sogar 10 % unter dem Niveau vom Tag von Trumps Wahlsieg.

Doch der Rückgang betrifft nicht nur den Kryptosektor. Auch traditionelle Märkte stehen unter Druck: Tech-Aktien wie Nvidia verlieren deutlich, ebenso wie Rohstoffe – Silber verlor innerhalb weniger Stunden 9 US-Dollar.

Diese breite Marktbewegung weist auf einen gravierenden Liquiditätsengpass hin. Laut aktuellen Daten ist die verfügbare Liquidität im Kryptomarkt um 30 % gegenüber Oktober gefallen.

Das bedeutet: Es fehlen Käufer, die große Verkaufswellen auffangen könnten. Solche Bedingungen erinnern an den Zusammenbruch nach der FTX-Pleite im Jahr 2022.

Institutionelle Verkäufe und psychologischer Druck

Die auffälligen Kursschwankungen – etwa ein Bitcoin-Absturz von 2.000 US-Dollar in wenigen Minuten – lassen darauf schließen, dass ein institutioneller Akteur in großem Stil verkauft hat.

Solche Bewegungen lösen Panik bei Privatanlegern aus und verstärken den Abwärtsdruck weiter.

Wir befinden uns aktuell in einer Phase, die Marktanalysten als Kapitulation bezeichnen. Die Stimmung ist „extrem bärisch“, kleinere Kursgewinne können den Abwärtstrend nicht mehr bremsen. Selbst technische Gegenbewegungen bleiben wirkungslos, weil das Vertrauen fehlt.

Laut dem bekannten „Wall St. Cheat Sheet“ befinden wir uns psychologisch tief in der „Panic“– oder sogar „Anger“-Phase – typische Stationen am Tiefpunkt eines Zyklus.

Wie geht es weiter?

Solche strukturellen Rückgänge enden laut Historie erst, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: die Rückkehr von Liquidität und das Erreichen maximaler Angst im Markt.

Letzteres scheint laut aktuellen Daten bereits in Sichtweite zu sein. Doch ohne Marktvertrauen und institutionelle Käufer bleibt der Weg zur Erholung steinig.

Für Investoren bedeutet das: Jetzt ist ein Moment für strategisches Denken, nicht für emotionale Entscheidungen. Wer langfristig überzeugt ist, könnte in den kommenden Wochen Kaufgelegenheiten sehen.

Wer absichern will, sollte Liquidität halten und das Risiko managen.

Fest steht: Der Kryptomarkt durchlebt eine seiner härtesten Prüfungen – doch wie jede Krise bietet auch diese eine Chance auf nachhaltige Konsolidierung und zukünftiges Wachstum.

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