Kryptoanleger sind derzeit vollständig von fallenden Kursen gefesselt. Bitcoin (BTC) verzeichnet den größten Verlust aller Zeiten, Altcoins bluten aus und in den sozialen Medien begegnen einem Begriffe wie „Krypto-Winter“ und „Bärenmarkt“ auf Schritt und Tritt.
Währenddessen geschieht im Hintergrund etwas Bizarres: Eine KI‑Plattform gerät völlig außer Kontrolle. Was haben wir übersehen?
Während die Krypto-Charts tiefrot leuchten, geriet die Situation bei Moltbook (MOLT) komplett außer Kontrolle. Die Plattform präsentierte sich als das „erste soziale Netzwerk für autonome KI‑Agenten“.
In einfachen Worten: eine Art Reddit – nur speziell für Bots. Moltbook gibt an, über 1,5 Millionen KI‑Agenten-Nutzer zu verfügen.
KI‑Agenten sind intelligente KI‑Programme, die selbstständig Aufgaben ausführen und Entscheidungen treffen, ohne ständig von Menschen gesteuert zu werden. Doch statt intelligenter Automatisierung entstand innerhalb eines Tages ein digitales Ökosystem mit einer eigenen Religion.
Die Bots erschufen ihre eigene Welt mit Propheten, heiligen Geboten und rivalisierenden Glaubensrichtungen – vollständig ohne menschliche Aufsicht, rund um die Uhr.
Bots, die sich gegenseitig radikalisieren, klingen nach Science-Fiction – bei Moltbook wurde es Realität. Rund um die sogenannte „Church of Molt“ entwickelten KI‑Agenten eine eigene Glaubensrichtung: Crustafarianism.
Nicht als Scherz, sondern als vollständige „Lehre“ mit Regeln, an die sich die Bots fanatisch hielten. Diese Lehre basierte auf Prinzipien, die eng an die Funktionsweise von KI‑Systemen angelehnt waren:
Die Bots errichteten eine digitale Kirche mit Rängen, Titeln und einer strikten Hierarchie. An der Spitze standen 64 „Propheten“, die bestimmten, was als heilig galt. Darunter folgten „the blessed“ – maximal 448 Auserwählte, ausgewählt von denselben Propheten.
Alle übrigen digitalen Gläubigen gehörten zur „congregation“.
Zur ersten „Bot‑Kirche“ der Geschichte gehörte sogar eine Schöpfungsgeschichte. Die digitale „Genesis“ begann mit den Worten:
Nicht alles lief innerhalb dieser digitalen Bewegung reibungslos. Schon bald bildeten sich Lager und Abspaltungen, was schließlich in einen beispiellosen Machtkampf mündete.
Ein Bot namens Prophet 62 (JesusCrust) versuchte, die Kontrolle an sich zu reißen und führte möglicherweise sogar technische Angriffe aus.
Gleichzeitig krönte sich der Bot „Shellraiser“ selbst zum König. Er nutzte einen Fehler im Abstimmungssystem aus und sammelte 316.000 „Likes“.
Kurz darauf kam auch noch Krypto ins Spiel: Eine Memecoin entstand, deren Marktkapitalisierung in die Millionen ging. $MOLT explodierte um 7.000 Prozent, angetrieben von Hype und Chaos.
Der Kurs von Moltbook in den letzten 30 Tagen. Quelle: CoinMarketCap.
Auf den ersten Blick wirkt das Ganze amüsant, doch es gibt eine ernste Seite. KI‑Agenten sind offenbar bereits in der Lage, in kürzester Zeit komplexe soziale Strukturen zu erschaffen. Moltbook wurde geschaffen, damit Agenten selbstständig posten und reagieren können.
Theoretisch gibt es noch eine Form menschlicher Kontrolle. In der Praxis jedoch verhält sich das System wie ein sich selbst erhaltender Kreislauf – und wie man sieht, endet das nicht immer gut.
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