Das XRP Ledger hat diese Woche still und leise einen wichtigen Meilenstein überschritten. Nach wochenlangem Warten ist die Permissioned Domains-Änderung endlich live gegangen. Die Validatoren erreichten bereits im Januar die erforderliche 80%-Ja-Stimme, aber wie es die Protokollregeln verlangen, musste dieser Konsens zwei aufeinanderfolgende Wochen bestehen bleiben, bevor die Aktivierung erfolgen konnte.
Am 04.02. endete die Wartezeit, und die Änderung wurde offiziell mit einer Zustimmung von 91,19% Teil des XRP Ledgers. Der Moment verging mit wenig Aufsehen, aber Investoren könnten seine Auswirkungen übersehen haben, die weit tiefer gehen als ein routinemäßiges technisches Update.
Permissioned Domains wurden mit dem Update v2.4.0 in das XRP Ledger eingeführt. Die Einführung folgte dem Standard-Governance-Prozess auf dem Ledger, der sowohl eine Supermajorität als auch eine nachhaltige Übereinstimmung über die Zeit erfordert, um übereilte oder instabile Änderungen zu verhindern. In diesem Fall stimmten die Validatoren früh mit Ja und sicherten sich bereits im Januar mehr als 80% Zustimmung.
Laut Stern Drew, einem XRP-Analysten auf der Social-Media-Plattform X, liegt die Bedeutung von Permissioned Domains darin, wie sie neu gestalten, was auf einem öffentlichen Ledger möglich ist. Einfach ausgedrückt macht es das Ledger für Institutionen, Unternehmen und regulierte Anwendungen wesentlich nutzbarer.
Das Upgrade ermöglicht es, dass kontrollierte Umgebungen auf derselben gemeinsamen Blockchain existieren. Institutionen können nun innerhalb klar definierter Domains operieren, in denen Teilnehmer bekannt, genehmigt und konform sind, ohne die Geschwindigkeit, Endgültigkeit und kostengünstige Abwicklung aufzugeben, für die XRPL bekannt ist.
Dies adressiert eine Einschränkung in öffentlichen Blockchains, die für ihre Offenheit bekannt sind. Öffentliche Blockchains wie das Ledger sind großartig für Offenheit, aber die Offenheit ist unrealistisch für Banken, Regierungen und Unternehmen, die Regeln, Rechenschaftspflicht und Identitätsprüfungen durchsetzen müssen.
Permissioned Domains lösen diese Spannung, indem sie beiden Modellen ermöglichen, nebeneinander zu existieren. Sensible oder regulierte Aktivitäten können innerhalb eingeschränkter Domains stattfinden, während das breitere Ledger für alle anderen offen und genehmigungsfrei bleibt.
Das günstigste Ergebnis für XRP ist die breite Akzeptanz des Ledgers durch Banken und Finanzinstitutionen in ihren täglichen Operationen. Daher beseitigt die Aktivierung von Permissioned Domains auf dem Ledger eine der letzten strukturellen Barrieren für die Akzeptanz in der realen Welt.
XRPL kann nun als gemeinsame Finanzinfrastruktur dienen und die Leitplanken bieten, die Regulierungsbehörden erwarten, ohne die Vorteile eines globalen öffentlichen Ledgers zu opfern. Eine Bank kann Zahlungen abwickeln, eine Regierung kann regulierte Flüsse betreiben und ein Unternehmen kann große Werte bewegen, alles ohne sensible Operationen dem gesamten öffentlichen Netzwerk auszusetzen.
Deshalb trägt das Permissioned Domains-Upgrade mehr Gewicht als seine stille Einführung. Es mag vorerst übersehen werden, aber diese Art von Änderung zeigt ihre Auswirkungen tendenziell schrittweise, insbesondere wenn Institutionen beginnen, Domains auf dem Ledger zu erstellen.
Permissioned Domains ist eine von mehreren Änderungen, die von Entwicklern eingeführt wurden, um den Gesamtnutzen des Ledger-Ökosystems zu stärken. Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist die Kreditfunktion, die sich derzeit in der Validator-Abstimmungsphase befindet.


