Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, möchte weitere ewige Vorzugsaktien herausgeben. Damit will das Unternehmen laut seinem Geschäftsführer die Sorge der Anleger über die Schwankungen der Stammaktie verringern.
Die Ankündigung kommt, während die Aktie von Strategy mit dem Kürzel MSTR seit Jahresbeginn fast 17 Prozent verloren hat.
In einem aktuellen Interview mit Bloomberg sprach Strategy-Chef Phong Le über die Kursschwankungen beim Bitcoin-Kurs. Er sagte, die Schwankungen entstehen durch die digitalen Eigenschaften. Wenn BTC steigt, profitiert der Krypto-Tresor von Strategy besonders stark und die Stammaktie gewinnt überdurchschnittlich.
Bei Rückgängen fällt die Aktie meist noch stärker. Le erklärte, dass digitale Vermögens-Tresore (DATs), zu denen auch Strategy gehört, so konstruiert sind, dass sie dem führenden Coin folgen.
Deshalb bringt das Unternehmen jetzt seine ewigen Vorzugsaktien namens „Stretch“ stärker ins Gespräch.
Die Vorzugsaktien bieten eine variable Dividende, aktuell bei 11,25 Prozent. Die Rate wird monatlich angepasst, damit der Kurs nahe beim Nennwert von 100 USD bleibt.
Bisher machte die Vorzugsaktie jedoch nur einen kleinen Teil der Mittelbeschaffung von Strategy aus. Das Unternehmen verkaufte etwa 370 Mio. USD an Stammaktien und etwa 7 Mio. USD an ewigen Vorzugsaktien, um die letzten drei Bitcoin-Käufe zu finanzieren.
Le sagte aber, dass Strategy Anleger derzeit gezielt über die Möglichkeiten der Vorzugsaktien informiert.
Diese Veränderung könnte wichtig werden, denn das klassische Finanzierungsmodell von Strategy steht unter Druck. Das Unternehmen kauft weiter Bitcoin und erwarb allein diese Woche mehr als 1.000 BTC. Laut neuesten Daten besitzt Strategy fast 714.644 BTC.
Doch der jüngste Rückgang beim Bitcoin-Kurs belastet die Bilanz. Beim aktuellen Kurs von rund 67.422 USD pro Coin liegt der Preis klar unter Strategys durchschnittlichem Kaufpreis von etwa 76.056 USD. Deshalb liegt der Wertverlust auf dem Papier bei etwa 6,1 Mrd. USD.
Auch die Stammaktie des Unternehmens hat den Rückgang widerspiegelt und ist allein am Mittwoch um 5 Prozent gefallen. MSTR liegt seit Jahresbeginn etwa 17 Prozent im Minus. Zum Vergleich: Bitcoin verlor im selben Zeitraum mehr als 22 Prozent.
Wie bereits erwähnt, setzt Strategy bei der Bitcoin-Strategie stärker auf die Ausgabe von Aktien. Ein zentraler Wert in diesem Modell ist das Multiple zum Nettovermögenswert, kurz mNAV. Dieser zeigt, wie der Kurs im Vergleich zum Bitcoin-Wert je Aktie steht.
Laut Daten von SaylorTracker lag das verwässerte mNAV von Strategy bei etwa 0,95x. Das bedeutet, die Aktie wurde mit Abschlag auf den Bitcoin-Wert je Aktie gehandelt.
Dieser Abschlag erschwert die Strategie des Unternehmens. Wenn die Aktie über dem Nettovermögen notiert, kann Strategy neue Aktien ausgeben, damit mehr Bitcoin kaufen und so eventuell Mehrwert schaffen. Notiert sie darunter, droht jedoch eine Verwässerung der Anteile.
Durch die verstärkte Nutzung von ewigen Vorzugsaktien passt Strategy die Kapitalstruktur an. Damit soll der Bitcoin-Kaufplan gestützt und gleichzeitig die Sorgen der Anleger über Schwankungen und Bewertungsdruck adressiert werden.
Für Anleger in MSTR könnte der Wechsel hin zu Vorzugsaktien das Verwässerungsrisiko verringern. Wenn Strategy weniger neue Stammaktien ausgibt, bleiben der Bitcoin-Wert je Aktie und der Verkaufsdruck bei niedrigen Kursen eher erhalten.
Allerdings bringt der Schritt auch höhere feste Dividenden mit sich. Dadurch steigen die finanziellen Verpflichtungen, was bei weiter schwachem Bitcoin-Kurs zur Belastung werden kann. Letztendlich wird das Risiko anders verteilt, aber die Kursschwankungen im Krypto-Tresor bleiben.
Der Beitrag Strategy verunsichert mit neuem Plan zur Inflation von Aktien – das bedeutet es für MSTR erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


