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Signalisiert dies einen noch tieferen Crash für Bitcoin?

2026/02/18 16:03
2 Min. Lesezeit

Der amerikanische Anleihenmarkt sendet ein auffälliges Signal. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen steht auf dem niedrigsten Niveau des Jahres und nähert sich erneut den Tiefstständen vom Oktober. Auch die kurzen Renditen fallen stark, während Anleger zunehmend mit Zinssenkungen später in diesem Jahr rechnen.

Für Bitcoin (BTC) ist das nicht unwichtig. Bewegungen am Anleihenmarkt laufen historisch oft großen Verschiebungen bei Liquidität, Wachstum und Risikobereitschaft voraus. Genau das sind die Faktoren, die den Bitcoin-Kurs steuern.

Fallende Renditen deuten auf Wachstumssorgen hin

Normalerweise fallen lange Renditen, wenn Anleger eine wirtschaftliche Verlangsamung erwarten oder Sicherheit suchen. Einige Analysten stellen fest, dass die jüngste wirtschaftliche Wiederbeschleunigung vor allem Erwartung ist und noch keine harte Realität.

Gleichzeitig kann die schnelle Einführung künstlicher Intelligenz einen unerwarteten Effekt haben. Was sich jetzt noch als stimulierendes Haushaltsdefizit anfühlt, kann sich bei einem Produktivitätsschock als restriktiv erweisen. In diesem Szenario verschieben sich Anleihen innerhalb von Portfolios vom Risiko hin zum Schutz gegen schwächeres Wachstum oder Aktienstress.

Andere Marktstrategen sehen den jüngsten Aktienverkauf sogar zu einem breiteren Makro-Wachstumsschrecken heranwachsen. Wenn diese Angst anhält, erklärt das, warum Kapital in Richtung Staatsanleihen fließt und Renditen fallen.

Was bedeutet eine niedrigere Zehnjahresrendite für Bitcoin?

Die Auswirkung auf Bitcoin ist doppelt.

Kurzfristig geht eine fallende Zehnjahresrendite oft mit risikoaversem Verhalten einher. Anleger suchen Sicherheit in Anleihen, während Risikoanlagen, darunter Bitcoin, unter Druck geraten. Besonders wenn der Renditenrückgang durch Wachstumssorgen statt durch zusätzliche Liquidität getrieben wird, kann das Abwärtsdruck auf den Kurs ausüben.

Aber historisch folgt auf solche Phasen oft ein zweiter Schritt. Wenn sich die Wachstumsverlangsamung vertieft, reagieren Zentralbanken üblicherweise mit Zinssenkungen oder neuen Liquiditätsmaßnahmen. Genau dieser geldpolitische Wendepunkt bildete in früheren Zyklen einen kraftvollen Katalysator für Bitcoin-Anstiege.

Mit anderen Worten: Die erste Reaktion auf fallende Renditen ist oft negativ, aber die spätere politische Reaktion kann sich als bullish erweisen.

Anleihenmarkt als Frühwarnung

Der Anleihenmarkt fungiert regelmäßig als früher Indikator für wirtschaftliche Umschläge. Dass die lange Rendite jetzt schnell zurückfällt, während Aktien unter Druck stehen, deutet darauf hin, dass Anleger mit einer schwächeren Wachstumsphase rechnen.

Für Bitcoin bedeutet dies eine verwundbare Zwischenperiode. Die Liquidität ist noch nicht ausreichend, um einen neuen Bullenmarkt zu tragen, aber Wachstumssorgen nehmen bereits zu. Das ist genau die Art von Umfeld, in dem scharfe Korrekturen stattfinden können.

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