Die russischen Behörden bereiten Berichten zufolge vor, den Zugang zu ausländischen Kryptowährungsbörsen bereits im Sommer 2026 zu beschränken, um dies mit einem neuen inländischen Regulierungsrahmen in Einklang zu bringen, dessen Fertigstellung für den 01.07.2026 geplant ist.
Laut Branchenexperten, die von RBC zitiert werden, entspricht der Zeitplan einer gesetzlichen Frist, die die Bank von Russland verpflichtet, umfassende Rechtsvorschriften für den Sektor digitaler Vermögenswerte fertigzustellen.
Milliarden zurück ins Inland lenken
Die vorgeschlagenen Beschränkungen zielen darauf ab, geschätzte 15 Milliarden Dollar an jährlichen Transaktionsgebühren von ausländischen Plattformen weg und hin zu regulierten inländischen Handelsplätzen wie der Moskauer Börse (MOEX) zu lenken.
Zu den Schlüsselelementen des Plans gehören:
- Zielplattformen: Bekannte globale Börsen wie Bybit und OKX könnten mit Zugangsbeschränkungen konfrontiert werden, sobald Russlands Lizenzierungssystem in Kraft tritt.
- Sperrmethode: Die Durchsetzung könnte dem Modell folgen, das gegen Plattformen wie YouTube und WhatsApp verwendet wird, und möglicherweise DNS-Level-Sperrung innerhalb der russischen inländischen Internetinfrastruktur (Runet) beinhalten.
- Strategisches Ziel: Den Krypto-Handel aus seiner derzeitigen "quasi-legalen Grauzone" in einen überwachten Finanzbereich verlagern.
Der tägliche Krypto-Umsatz in Russland wird auf etwa 647 Millionen Dollar geschätzt, was das Ausmaß des Marktes verdeutlicht, den die Behörden regulieren wollen.
Regulierungs-Fahrplan bis 2027
Die geplante Einführung folgt einem strukturierten gesetzlichen Zeitplan:
- Frühjahr 2026: Die Staatsduma wird voraussichtlich über Gesetzesentwürfe abstimmen, die Kryptowährungen in den Mainstream-Finanzrahmen integrieren.
- 01.07.2026: Frist für die Fertigstellung des nationalen rechtlichen Rahmens für digitale Vermögenswerte.
- 01.07.2027: Einführung der rechtlichen Haftung, einschließlich Geldstrafen oder möglicher Gefängnisstrafen, für den Betrieb als nicht lizenzierter Krypto-Vermittler, ähnlich wie bei illegalen Bankstrafen.
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Ein „Belarus-Modell"-Ansatz?
Einige Analysten vermuten, dass Russland einen ähnlichen Weg wie Belarus einschlagen könnte, das 2024 vorschrieb, dass individuelle Krypto-Transaktionen über zugelassene inländische Einrichtungen abgewickelt werden müssen. Im Dezember 2025 sperrte Belarus mehrere große Börsen, darunter Bybit und OKX, unter Berufung auf Regulierungsverstöße.
Allerdings bleiben Durchsetzungsprobleme bestehen. Millionen russischer Nutzer greifen trotz früherer Marktaustritte weiterhin auf ausländische Krypto-Plattformen zu, was Fragen zur Wirksamkeit eines umfassenden Verbots aufwirft.
Vorgeschlagene Anlegerbeschränkungen
Im Rahmen des kommenden Regelwerks würde der Handelszugang abgestuft:
- Nicht qualifizierte Anleger: Jährliche Kaufobergrenze von 300.000 Rubel (ca. 3.900 Dollar) für hochliquide Token wie BTC und ETH.
- Qualifizierte Anleger: Keine Handelslimits auf zugelassenen Plattformen.
- Verbotene Vermögenswerte: Auf Privatsphäre fokussierte Token wie Monero (XMR) und Zcash (ZEC) würden weiterhin eingeschränkt bleiben.
Der Beitrag Russland könnte diesen Sommer ausländische Kryptobörsen sperren erschien zuerst auf ETHNews.
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