Endgültige US-Inflationserwartungen für ein Jahr: 3,4% im Februar
Die endgültige US-Inflationserwartung für ein Jahr im Februar lag bei 3,4%, niedriger als erwartet, laut der Verbraucherumfrage der University of Michigan. Der Wert spiegelt die Ansichten der Haushalte über Preisänderungen in den nächsten 12 Monaten wider.
Die Umfrage zeigte auch, dass der Jahresausblick von 4,0% im letzten Monat auf 3,4% gefallen ist, dem niedrigsten Stand seit Januar 2025. Dies ist ein kurzfristiger Indikator und kann von Monat zu Monat volatil sein.
Die Verbrauchererwartungen ergänzen die New York Fed Survey of Consumer Expectations und unterscheiden sich von Geschäftsmessungen wie den Business Inflation Expectations der Atlanta Fed, die einen breiteren Blick auf die Inflationspsychologie bieten.
Warum 3,4% für die Fed und die Märkte wichtig sind
Ein niedrigerer Einjahreswert reduziert das kurzfristige Inflationsrisiko und mindert Bedenken hinsichtlich einer Entankerung. Für die Federal Reserve stärkt dies das Vertrauen, dass die Disinflation voranschreitet, vorbehaltlich realisierter Preise und Arbeitsmarktdaten.
Geschäftspreispläne zeigen im Februar eine noch kühlere Dynamik von 1,93%, laut der Federal Reserve Bank of Atlanta. Divergenzen zwischen Haushalten und Unternehmen können Lohnverhandlungen, Preissetzungsmacht und Margen beeinflussen.
Methodisch beziehen sich Verbraucherumfragen typischerweise auf die mittlere Erwartung; Geschäftsumfragen beziehen sich auf das Stückkosten-Wachstum der Unternehmen. Die NY Fed SCE verfolgt auch Drei- und Fünfjahreshorizonte, um zu beurteilen, ob die Erwartungen verankert bleiben.
Was sich jetzt ändert: Zinsen, USD, Aktien, Gold, Bitcoin
Wenn die Erwartungen begrenzt bleiben, könnten sich die Wahrscheinlichkeiten für Zinssenkungen später in diesem Jahr verfestigen und die kurzfristigen Renditen nach unten ziehen. Ein weicherer Zinspfad würde typischerweise auf den Dollar drücken und durationsempfindliche Aktien unterstützen.
Für Gold sind niedrigere Realrenditen tendenziell konstruktiv, obwohl eine abkühlende Inflation die Absicherungsnachfrage reduzieren kann. Für Bitcoin können lockerere Finanzbedingungen reduzierte Inflationsabsicherungs-Narrative ausgleichen.
Cross-Asset- und Europäische Zentralbank-Perspektive: FX, Aktien, Rohstoffe, Krypto
Ein kühlerer US-Erwartungshintergrund interagiert mit Europas Zyklus. Die Bewertung wird auch von eingehenden deutschen Daten und der Risikomanagement-Haltung der Europäischen Zentralbank abhängen.
Wie von Bloomberg berichtet: „Daten aus Deutschland in den kommenden Tagen werden Aufschluss darüber geben, ob Europas größte Volkswirtschaft an der Schwelle zu einer bedeutenden Erholung steht oder noch behindert wird durch..." Dieser Hintergrund informiert die Wachstums-Inflations-Abwägungen der EZB.
Wie Erwartungen in USD/JPY, AUD/USD, S&P 500 einfließen
Weichere US-Erwartungen und Renditen setzen USD/JPY normalerweise unter Druck, da sich die Zinsdifferenzen verengen, während AUD/USD durch verbesserte globale Risikobereitschaft und Rohstoff-Beta profitieren kann.
Für den S&P 500 begünstigen sinkende Abzinsungssätze und reduzierte Inflationsvolatilität oft Sektoren mit langer Duration. Die Gewinnprognosen bleiben der entscheidende Treiber.
Signale für WTI-Rohöl, Gold und Bitcoin
WTI reagiert empfindlicher auf Wachstums- und Angebotsrisiken als auf Umfrageerwartungen. Wenn sich das Wachstum stabilisiert, während die Zinsen fallen, sinken die Haltekosten, was Lagerbestände und Risikobereitschaft moderat unterstützt.
Der Impuls von Gold hängt von den Realrenditen ab; stabile oder fallende Realrenditen heben die Preise tendenziell an, selbst bei weicheren Inflationserwartungen. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens lag Bitcoin bei etwa 67.373 $, was eine erhöhte Volatilität widerspiegelt.
FAQ zu Einjahres-Inflationserwartungen
Wie unterscheiden sich Verbraucherinflationserwartungen (NY Fed SCE) von Geschäftserwartungen (Atlanta Fed BIE)?
SCE berichtet über mittlere Verbraucherinflationsansichten über verschiedene Horizonte; BIE befragt Unternehmen zum Stückkosten-Wachstum über das Jahr. Unterschiedliche Stichproben, Fragen und Aggregationen erzeugen Divergenzen.
Welche bevorstehenden deutschen Indikatoren sollte ich beobachten, und was würden sie über eine potenzielle Erholung signalisieren?
Flash-PMIs, Ifo-Geschäftsklima, ZEW, Fabrikaufträge und Industrieproduktion. Breite Verbesserungen würden auf eine zyklische Stabilisierung hindeuten; Schwäche würde eine vorsichtige EZB-Haltung stützen.
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Quelle: https://coincu.com/news/bitcoin-steadies-as-atlanta-fed-inflation-gauge-at-1-93/


