Krypto-Händler in Europa müssen bald mit strengeren Regeln rechnen. Europäische Aufsichtsbehörden prüfen riskante Krypto-Produkte genauer. Was bedeutet das für den Markt und für Anleger?
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Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, ESMA (European Securities and Markets Authority), hat am Dienstag eine Warnung veröffentlicht zu bestimmten Krypto-Produkten. Es geht um Derivate – Finanzkontrakte, die auf dem Preis von beispielsweise Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) basieren.
ESMA weist vor allem auf Produkte hin, die als Perpetual Futures oder Perpetual Contracts verkauft werden. Das sind Kontrakte, bei denen du auf den Preis spekulierst, häufig mit Leverage. Das bedeutet, dass du mit geliehenem Geld eine größere Position eröffnest.
Dadurch können Gewinne schneller steigen, aber auch Verluste. Dieses Risiko wurde diesen Monat sichtbar, als bei einem Rückgang in Richtung 60.000 Dollar für Bitcoin Positionen im Wert von rund 2,25 Milliarden Euro liquidiert wurden.
Laut ESMA fallen viele dieser Produkte möglicherweise unter bestehende Regeln für CFDs (Contracts for Difference). Das sind riskante Produkte, bei denen du auf den Anstieg oder Rückgang eines Preises setzt, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert zu kaufen.
Fällt ein Produkt unter die CFD-Regeln, müssen Anbieter Maßnahmen einhalten, die Anleger schützen. Dazu gehören Leverage-Limits, klare Risikowarnungen und das automatische Schließen von Positionen, wenn Verluste zu groß werden.
Außerdem gilt ein Schutz vor negativem Kontostand, sodass Kunden nicht mehr verlieren können als ihren Einsatz. Darüber hinaus dürfen Anbieter keine Boni gewähren, die zusätzliche Risiken fördern.
Jurist Bill Hughes von Consensys schrieb auf X, dass die Botschaft klar sei. Europäische Aufsichtsbehörden beobachten den Krypto-Handel mit Leverage genau. Seiner Meinung nach müssen Unternehmen daher sorgfältig prüfen, wie sie diese Produkte anbieten und an welche Kunden.
Am selben Tag kündigte die Kryptobörse Kraken neue Perpetual Futures an, die an tokenisierte Versionen von unter anderem Aktienindizes und Goldfonds gekoppelt sind. Diese Produkte sind beim Start nicht für Kunden in der Europäischen Union verfügbar.
Auch andere Börsen stehen unter Beobachtung. So durfte KuCoin aktuell nach dem Eingreifen einer Aufsichtsbehörde keine neuen europäischen Kunden mehr aufnehmen.
Für Krypto-Händler ändert sich vorerst wenig, aber Anbieter müssen ihre Hebelprodukte möglicherweise für europäische Kunden anpassen.
Het bericht Europa verschärft Regeln für den Krypto-Handel verscheen eerst op Crypto Insiders.

