Was wäre, wenn der Aufstieg von KI nicht nur Arbeitsplätze ersetzt, sondern auch die US-Staatsfinanzen unter Druck setzt? Und was bedeutet das für den Bitcoin (BTC)-Kurs?
Eine interessante neue Makro-Analyse skizziert ein Szenario, in dem eine Rezession, kombiniert mit KI-getriebenen Verwerfungen am Arbeitsmarkt, das US-Haushaltsdefizit in Richtung 16 Prozent des BIP treiben könnte.
Das klingt extrem, doch die Rechnung ist weniger abwegig, als man denkt. Sehen wir uns Schritt für Schritt an, wie dieses Szenario funktioniert – und warum es sich letztlich als bullish für Bitcoin erweisen könnte.
Die Vereinigten Staaten erwirtschaften derzeit ein BIP von rund 31,5 Billionen US-Dollar. Die Bundesregierung gibt bereits mehr aus, als sie einnimmt. In einer „normalen“ Rezession brechen die Steuereinnahmen deutlich ein. Während der Finanzkrise 2008–2009 sanken die Einnahmen um 32 Prozent.
Gehen wir diesmal von einem vorsichtigen Rückgang von 30 Prozent aus.
Das betrifft lediglich die Einnahmenseite.
Bei wirtschaftlichem Gegenwind steigen die Ausgaben automatisch. Arbeitslosenunterstützung, Hilfsprogramme und Notmaßnahmen nehmen schnell zu. Historisch stiegen die Staatsausgaben zwischen der Dotcom-Krise und der Finanzkrise im Durchschnitt um 11 Prozent.
Im Jahr 2020, während der Corona-Krise, waren es sogar 65 Prozent.
In einer KI-getriebenen Rezession, in der hochqualifizierte, politisch einflussreiche White-Collar-Jobs wegfallen, ist es plausibel, dass der Druck auf den Staat groß wird, zu kompensieren.
Nehmen wir einen relativ moderaten Anstieg von 20 Prozent an.
Kombiniert man 3,6 Billionen US-Dollar an Einnahmen mit 8,6 Billionen US-Dollar an Ausgaben, ergibt sich ein Haushaltsdefizit von 5 Billionen US-Dollar pro Jahr.
Zum Vergleich:
Ein Defizit von 5 Billionen US-Dollar würde einen enormen Anspruch an den Kapitalmarkt stellen. Bei einem nominalen BIP-Wachstum von 5 Prozent entspräche das nahezu 16 Prozent des BIP. Das sind Größenordnungen, die normalerweise nur in Kriegszeiten oder während extremer Krisen auftreten.
Ein solches Defizit muss über Staatsanleihen finanziert werden. Doch wenn:
Hier entsteht die Gefahr: Steigen die Zinsen zu stark, wird die Schuldenlast untragbar. Das kann zu Spannungen am Anleihemarkt führen – ein Szenario, das einige Analysten sogar als „Sovereign-Bond-Implosion“ bezeichnen.
In einer solchen Situation hat die Federal Reserve kaum eine Wahl.
Um eine Zins-Explosion zu verhindern, könnte die Zentralbank übergehen zu:
In der Praxis bedeutet das: mehr Geldschöpfung. Und genau hier wird es für Bitcoin interessant.
Bitcoin floriert in einem Umfeld von:
Beginnt der Markt an der Tragfähigkeit der US-Staatsfinanzen zu zweifeln, steigt die Nachfrage nach knappen, nicht-politischen Vermögenswerten. Bitcoin hat ein festes maximales Angebot von 21 Millionen Coins. Kein Haushaltsdefizit kann daran etwas ändern.
In einer Welt, in der Staatsanleihen weniger sicher erscheinen und die Geldschöpfung zunimmt, gewinnt das Narrativ von Bitcoin weiter an Stärke.
Het bericht US-Defizit könnte auf 16 % steigen – bullish für Bitcoin verscheen eerst op Crypto Insiders.


