OpenAI gab am Samstag, den 28. Februar, bekannt, dass die einen Tag zuvor mit dem Pentagon geschlossene Vereinbarung zur Bereitstellung von Technologie im klassifizierten Netzwerk des US-Verteidigungsministeriums zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Absicherung der Anwendungsfälle umfasst.
US-Präsident Donald Trump wies die Regierung am Freitag an, die Zusammenarbeit mit Anthropic einzustellen, und das Pentagon erklärte, es werde das Startup als Lieferkettenrisiko einstufen. Dies stellt einen schweren Schlag für das KI-Labor nach einer Auseinandersetzung über technologische Sicherheitsvorkehrungen dar. Anthropic kündigte an, eine solche Risikoeinstufung gerichtlich anzufechten.
Kurz darauf gab der Konkurrent OpenAI, der von Microsoft, Amazon, SoftBank und anderen unterstützt wird, am späten Freitag seine eigene Vereinbarung bekannt.
„Wir glauben, dass unsere Vereinbarung mehr Schutzmaßnahmen enthält als jede frühere Vereinbarung für klassifizierte KI-Einsätze, einschließlich der von Anthropic", sagte OpenAI am Samstag.
Das KI-Unternehmen erklärte, dass der Vertrag mit dem Verteidigungsministerium, das die Trump-Regierung in Kriegsministerium umbenannt hat, drei rote Linien festlegt: OpenAI-Technologie darf nicht für Massenüberwachung im Inland, zur Steuerung autonomer Waffensysteme oder für automatisierte Entscheidungen mit hohem Risiko eingesetzt werden.
„In unserer Vereinbarung schützen wir unsere roten Linien durch einen umfassenderen, mehrschichtigen Ansatz. Wir behalten die volle Kontrolle über unseren Sicherheitsstack, wir setzen über die Cloud ein, freigegebenes OpenAI-Personal ist eingebunden, und wir haben starke vertragliche Schutzmaßnahmen", sagte OpenAI.
Das Pentagon unterzeichnete im vergangenen Jahr Vereinbarungen im Wert von jeweils bis zu 200 Millionen US-Dollar mit großen KI-Laboren, darunter Anthropic, OpenAI und Google. Das Pentagon ist bestrebt, alle Flexibilität in der Verteidigung zu bewahren und sich nicht durch Warnungen der Technologieentwickler vor dem Einsatz unzuverlässiger KI in Waffensystemen einschränken zu lassen.
OpenAI warnte, dass jeder Vertragsbruch durch die US-Regierung eine Kündigung auslösen könnte, fügte jedoch hinzu: „Wir erwarten nicht, dass dies geschieht."
Das Unternehmen erklärte auch, dass der Konkurrent Anthropic nicht als „Lieferkettenrisiko" eingestuft werden sollte, und merkte an: „Wir haben unsere Position hierzu der Regierung gegenüber deutlich gemacht." – Rappler.com


