Die Zukunft des CLARITY Act — weithin als Kryptowährungsmarktstrukturgesetz bezeichnet — bleibt ungewiss, nachdem die vom Weißen Haus gesetzte Frist am 1. März ohne den erwarteten Durchbruch zwischen der Bankenbranche und Krypto-Vertretern verstrichen ist.
Trotz Bedenken, dass die Gespräche ins Stocken geraten könnten, deuten Berichte von Crypto In America darauf hin, dass die Diskussionen hinter den Kulissen weitergehen. Eleanor Terrett zitierte eine Quelle aus der Bankenbranche mit direktem Wissen über die Verhandlungen, die die Vorstellung zurückwies, dass der Prozess sich auflöst.
Laut dieser Quelle prüfen und tragen beide Seiten immer noch aktiv zum Entwurf der Gesetzessprache bei und waren nie streng an den 1. März gebunden. „Eine Übergewichtung des 1. März ist ein Fehler", sagte die Quelle.
Dennoch bleiben Spannungen bestehen. Eine andere Bankenquelle räumte ein, dass es zwar grundsätzlich breite Übereinstimmung darüber gibt, dass Stablecoin-Guthaben keine Zinsen erwirtschaften sollten, jedoch weiterhin Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung dieses Prinzips bestehen.
Laut dieser Quelle versuchen Kryptowährungsunternehmen, alternative Mechanismen zu strukturieren — wie Mitgliedschaftsprogramme, Belohnungssysteme oder Staking-Vereinbarungen —, die effektiv jährliche prozentuale Renditen (APY) auf Stablecoin-Bestände replizieren könnten. Die Quelle sagte:
Bankenvertreter drängen Berichten zufolge darauf, dass jegliche Kredit- oder Staking-Aktivität klar als „aktiv", „gutgläubig" und „zeitgebunden" definiert wird, was bedeutet, dass Renditen strikt an echte Investitionsleistung gebunden sein müssen und nicht passiven Zinsen ähneln dürfen.
Auf dem Capitol Hill richtet sich die Aufmerksamkeit auf verfahrenstechnische Meilensteine. Der Senatsbankenausschuss erwägt Berichten zufolge potenzielle Markup-Termine Mitte bis Ende März.
Ein solcher Zeitplan würde den Verhandlungsführern mehrere zusätzliche Wochen geben, um ungelöste Angelegenheiten anzugehen, einschließlich Bestimmungen zu dezentralisierten Finanzen (DeFi) und ethikbezogenen Bedenken, bevor das Gesetz zu einer möglichen Abstimmung voranschreitet.
Amanda Tuminelli, geschäftsführende Direktorin des DeFi Education Fund, sagte, DeFi-Diskussionen seien in letzter Zeit in den Hintergrund getreten gegenüber dem Renditestreit, beschrieb den breiteren Prozess jedoch als fortschreitend. Sie merkte weiter an:
Vorerst hängt der Weg nach vorne davon ab, den Stablecoin-Renditestreit zu lösen und die Gesetzessprache zu finalisieren, die genügend Interessenvertreter zufriedenstellen kann, um voranzukommen.
Ausgewähltes Bild von OpenArt, Chart von TradingView.com

