Im Hack Seasons Panel von HSC Asset Management diskutierten die Führungskräfte von STON.fi, Allocations, DWF Labs, Amber Premium und Edge Capital die zentrale Frage der digitalen Vermögensmärkte: Schlägt aktives Kapital wirklich passive Liquidität?
Die Panelteilnehmer waren sich einig, dass Definitionen wichtig sind. Passive Liquidität wird im Allgemeinen als Kapital betrachtet, das in Strategien mit Basisrendite, Staking, Kreditvergabe oder Stablecoin-Farming investiert wird, ohne aktives Management. Aktives Kapital beinhaltet hingegen aktives Portfolio-Management, Arbitrage, strukturierte Produkte, Derivate und taktische Umschichtung über Protokolle hinweg.
Einige Sprecher berichteten jedoch, dass sich die meisten Strategien in der Mitte befinden. Selbst Yield-Farming-Gruppen mit Milliarden von Dollar rebalancieren möglicherweise nicht stündlich, lassen aber auch das Kapital nach einem Jahr nicht unverändert. Der Unterschied ist nicht so dichotom.
Obwohl höhere Renditen normalerweise die Hauptkennzahl sind, betonten die Panelteilnehmer die risikoadjustierte Performance als tatsächliches Maß. Die Erhöhung des APY muss größer sein als die Zunahme der Volatilität und Drawdowns.
Im Diskurs wird oft erwähnt, dass der Sharpe-Quotient (Sharpe-Ratio) funktioniert, der zusätzliche Ertrag pro Risikoeinheit. Hier kann aktives Kapital passive Liquidität nur dann schlagen, wenn es risikoadjustierte Renditen und nicht die nominale Rendite verbessert.
Eine weitere Definition von Outperformance war die Widerstandsfähigkeit über Marktzyklen hinweg. Strategien, die Bärenmärkte überstehen, Kapital bei volatilen Märkten erhalten, und dynamische Strategien könnten im Laufe der Zeit besser abschneiden, auch wenn sie in kurzen bullischen Märkten zurückliegen.
Die strategische Effektivität hängt laut Teilnehmern maßgeblich von den Marktbedingungen ab. Während bullischer Märkte bieten Volatilität und neue Protokoll-Launches mehr Arbitrage- und taktische Möglichkeiten. Aktives Kapital kann Ineffizienzen an zentralisierten und dezentralen Handelsplätzen nutzen.
Passive Rendite, insbesondere von Stablecoins, kann in seitwärts gerichteten Märkten oder Märkten mit geringerer Volatilität attraktiver sein. Konstante Einkommenspläne können bessere Renditen (risikoadjustiert) bieten, da mehr Möglichkeiten zur Risikoreduktion bestehen.
In bärischen Situationen steht das Risikomanagement im Mittelpunkt. Aktive Manager tendieren dazu, in eine risikoärmere Position zu wechseln und bevorzugen versicherte Vaults, tokenisierte Staatsanleihen oder konservative Rendite-Quellen. Das Ziel ist nicht mehr aggressives Übertreffen, sondern Kapitalerhalt.
Ein weiteres diskutiertes Thema war, ob Strategiekomplexität die Renditen steigern kann. Der Konsens war zurückhaltend. Der einzige Grund, Hebel-, Derivat- oder Cross-Protokoll-Exposure-Schichten hinzuzufügen, besteht darin, wenn risikoadjustierte Renditen besser werden.
Die Lücke zwischen aktiven und passiven Ansätzen wird durch Automatisierung und KI kleiner. Automatisches Harvesting, Rebalancieren, Stop-Loss-Trigger und Stimmungsanalyse sind jetzt möglich. Neue AI Agents können bald Makro-, technische und On-Chain-Indikatoren gleichzeitig verfolgen und Kapital reaktiver einsetzen, ohne sie ständig überwachen zu müssen.
Dennoch führen Komplexitäten ohne Transparenz andere Risiken ein, nämlich Smart Contract-Risiko und Gegenparteirisiko.
Die Diskussion ging in Richtung Regulierung. Einige argumentierten, dass institutionelles Kapital regulierte Strukturen benötigt, insbesondere zum Schutz von Vermögenswerten und zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Andere argumentierten, dass Innovation auf erlaubnislosem Experimentieren basieren kann, da unregulierte dezentrale Plattformen großes Wachstum erreichen können.
Ein hybrides Modell war am realistischsten. Die institutionelle Teilnahme würde über Gateways reguliert, und offene DeFi-Ökosysteme würden aufrechterhalten, um Innovation und gesunden Wettbewerb zu fördern.
Aktives Kapital wurde neben Renditen auch als ökosystemgestaltend konzipiert. Liquidität, Feedback und langfristige Unterstützung für Protokolle werden von Market Makern, strategischen Investoren und interessierten Kapitalallokateuren angeboten. Passive Liquidität ist die Basis für Tiefe, und aktives Kapital ist die Basis für Wachstum, Effizienz und Widerstandsfähigkeit.
Die Entscheidung des Panels war differenziert. Aktives Kapital überwindet nicht zwangsläufig passive Liquidität. Es funktioniert am besten, wenn es risikoadjustierte Renditen verbessert, sich durch Zyklen anpasst und zur Entwicklung des Ökosystems beiträgt. In den Kryptomärkten geht es nicht darum, eines von beiden zu wählen, sondern um die Fähigkeit, beide auszubalancieren.
Der Beitrag Adaptive Capital In Web3: Warum Strategie wichtiger ist als Rendite erschien zuerst auf Metaverse Post.


