Südkoreanische Regulierungsbehörden sind gegen Bithumb wegen angeblicher Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfung vorgegangen. Die Financial Intelligence Unit hat eine vorläufige Mitteilung erlassen, die eine sechsmonatige Teilaussetzung des Geschäftsbetriebs vorschlägt. Die Maßnahme würde jedoch nur bestimmte Dienste für neu registrierte Benutzer einschränken, falls die Behörden sie bestätigen.
Die Financial Intelligence Unit der Finanzdienstleistungskommission hat die Mitteilung gemäß dem Gesetz über die Meldung und Nutzung spezifischer Finanztransaktionsinformationen versandt. Die FIU überwacht die Einhaltung der Geldwäschebekämpfung für Kryptowährung-Unternehmen, die in Südkorea tätig sind. Die Regulierungsbehörden erklärten, Bithumb habe Transaktionen mit ausländischen Unternehmen für virtuelle Vermögenswerte fortgesetzt, denen die lokale Registrierung fehle.
Die Behörden erklärten außerdem, dass die Börse bestimmte Know Your Customer-Verfahren nicht durchgesetzt habe. Infolgedessen schlug die FIU eine sechsmonatige Teilaussetzung und Disziplinarmaßnahmen gegen den Vorstandsvorsitzenden vor. Die Beamten erklärten jedoch, dass die Entscheidung vor der endgültigen Bestätigung noch überprüft werden müsse.
Die vorgeschlagene Beschränkung würde nur für Übertragungen virtueller Vermögenswerte durch neu registrierte Benutzer gelten. Bestehende Kunden könnten daher weiterhin koreanische Won und Kryptowährungen einzahlen und abheben sowie handeln. Lokale Medien berichteten, dass die FIU plant, noch in diesem Monat einen Sanktionsprüfungsausschuss abzuhalten.
Die Beamten werden während dieser Überprüfungssitzung die endgültige Strafe festlegen. Die FIU kann nach Diskussionen den Umfang oder die Dauer der Sanktion anpassen. Bis dahin setzt Bithumb den normalen Betrieb für aktuelle Benutzer fort.
Südkoreanische Behörden haben die Aufsicht über Plattformen für digitale Vermögenswerte im vergangenen Jahr verstärkt. Die FIU hatte zuvor eine dreimonatige Teilaussetzung gegen Dunamu verhängt, das Upbit betreibt. Die Regulierungsbehörden verhängten auch eine Geldstrafe von 35,2 Milliarden Won oder etwa 23,65 Millionen US-Dollar gegen Dunamu wegen Compliance-Verstößen.
In einem separaten Fall verhängten die Regulierungsbehörden eine Geldstrafe von 2,73 Milliarden Won gegen Korbit und erteilten eine institutionelle Warnung. Die Beamten nannten ähnliche Mängel bei den Kontrollen zur Geldwäschebekämpfung. Diese Durchsetzungsmaßnahmen spiegeln ein Muster strengerer Überwachung registrierter Börsen wider.
Bithumb wurde 2014 gegründet und zählt zu den größten Kryptowährung-Börsen Südkoreas. Laut CoinGecko-Daten steht es beim inländischen Handelsvolumen an zweiter Stelle hinter Upbit. Zusammen mit Coinone und Korbit macht es den Großteil der Handelsaktivitäten unter lokal registrierten Börsen aus.
Die jüngste Maßnahme folgt auf einen im vergangenen Monat gemeldeten Betriebsfehler. Bithumb verteilte während dieses Vorfalls versehentlich Bitcoin im Wert von Milliarden Dollar an Benutzer. Nach diesem Ereignis verstärkte die Finanzaufsicht des Landes ihre Überwachung der Kryptowährung-Marktoperationen.
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