Ein bemerkenswerter Fall bezüglich des Eigentums und der Sicherheit von Kryptowährungs-Vermögenswerten im Vereinigten Königreich ist in den Gerichtsprozess eingetreten. Der High Court hat zugelassen, dass der Fall weitergeführt wird, bei dem der Diebstahl von etwa 2.323 Bitcoin (im Wert von rund 172 Millionen Dollar) vorgeworfen wird.
Der Kläger, Geschäftsmann Ping Fai Yuen, behauptet, dass seine getrennt lebende Ehefrau Fun Yung Li heimlich die Wiederherstellungswörter für ihre Hardware-Wallet erlangt und Bitcoins ohne Genehmigung übertragen habe. Der Vorfall soll im August 2023 stattgefunden haben.
Die betreffenden Bitcoins wurden Berichten zufolge in einer Trezor Cold Wallet gespeichert. Yuen behauptet, seine Frau habe Aufnahmen der Sicherheitskamera aus ihrem Zuhause verwendet, um die Seed-Phrase (Wiederherstellungswörter) der Wallet einzusehen und dann die Vermögenswerte auf Adressen unter ihrer Kontrolle übertragen.
Das Gerichtsurteil hob auch einen interessanten rechtlichen Punkt hervor. Der Richter stellte fest, dass die Klage des Klägers wegen „Conversion" oder unrechtmäßiger Aneignung von Eigentum nach britischem Recht im Allgemeinen nur auf physische Vermögenswerte anwendbar ist. Dennoch entschied das Gericht, dass der Fall auf anderen rechtlichen Grundlagen fortgesetzt werden könne und erlaubte die Fortsetzung des Verfahrens.
Laut On-Chain-Daten sind die betreffenden Bitcoins derzeit auf 71 verschiedene Blockchain-Adressen verteilt. Die Analyse zeigt, dass diese Vermögenswerte seit Dezember 2023 keine Transaktionen mehr verzeichnet haben.
Experten sagen, dass das Ergebnis des Falls einen bedeutenden Präzedenzfall im Vereinigten Königreich bezüglich des rechtlichen Status von Krypto-Vermögenswerten und digitalen Eigentumsrechten schaffen könnte. Darüber hinaus unterstreicht der Vorfall erneut, dass selbst Hardware-Wallets aufgrund von Sicherheitslücken oder persönlichen Verstößen gefährdet sein können.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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