Die Rentabilität des Bitcoin (BTC)-Mining steht aufgrund steigender Kosten und geopolitischer Spannungen unter erheblichem Druck. Laut Daten der On-Chain-Analyseplattform Checkonchain sind die durchschnittlichen Kosten für die Produktion eines Bitcoin Mitte März auf etwa 88.000 $ gestiegen.
Im Gegensatz dazu wird der Bitcoin-Preis bei etwa 69.000 $ gehandelt. Dies zeigt, dass Miner durchschnittlich 19.000 $ pro BTC verlieren, den sie produzieren, und mit einer negativen Marge von etwa 21% operieren.
Der Kostendruck resultiert nicht nur aus fallenden Preisen, sondern auch aus steigenden Energiekosten. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, insbesondere Entwicklungen rund um den Iran, haben die Ölpreise über 100 $ getrieben und die Stromkosten in die Höhe getrieben. Angesichts der Tatsache, dass etwa 8-10% der globalen Hashrate auf die Energiemärkte in dieser Region reagieren, wirken sich steigende Energiepreise direkt auf Mining-Operationen aus. Die erhebliche Schließung der Straße von Hormus für den Handelsverkehr und die harten Aussagen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran haben die Marktunsicherheit weiter erhöht.
Netzwerkdaten bestätigen ebenfalls diesen Druck. Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit fiel bei der letzten Anpassung um 7,76% auf 133,79 Billionen, was den zweitgrößten Rückgang des Jahres 2026 markiert. Im Vergleich zum Jahresbeginn ist die Schwierigkeit etwa 10% niedriger und bleibt deutlich unter dem Höchststand von 155 Billionen, der im November 2025 erreicht wurde. Im gleichen Zeitraum fiel die Hashrate auf etwa 920 EH/s, während die durchschnittliche Blockproduktionszeit auf 12 Minuten und 36 Sekunden anstieg, was eine Verlangsamung des Netzwerks anzeigt.
Verwandte Nachrichten: Ein 30-jähriger Veteran-Analyst behauptet, Bitcoin könnte bald einen Aufschwung erleben
Die „Hashprice"-Kennzahl, die das Einkommen der Miner misst, schwebt ebenfalls in der Nähe kritischer Niveaus. Laut Luxor-Daten liegt der Hashprice bei etwa 33,30 $, eine Zahl, die dem Break-even-Punkt für viele Miner ziemlich nahe kommt. Die Nähe zu den im Februar gesehenen Tiefstständen von etwa 28 $ offenbart die Tiefe der Rentabilitätskrise im Sektor.
In diesem Umfeld sind Miner gezwungen, ihre Bitcoins zu verkaufen, um ihre Operationen fortzusetzen. Dieser Verkaufsdruck erzeugt zusätzlichen Abwärtsdruck in einem Markt, in dem 43% des Angebots bereits mit Verlust gehalten werden und große Investoren während Rallyes verkaufen. Daher ist die Störung in der Mining-Wirtschaft nicht nur ein sektorales Problem, sondern auch ein Faktor, der die Marktstruktur direkt beeinflusst.
Andererseits durchlaufen börsennotierte Mining-Unternehmen als Reaktion auf diese herausfordernden Bedingungen eine strategische Transformation. Unternehmen wie Marathon Digital und Cipher Mining erhöhen ihre Rechenzentrum-Investitionen, indem sie sich auf künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen (HPC) konzentrieren, um ihre Einnahmequellen zu diversifizieren. Diese Bereiche bieten im Vergleich zum Bitcoin-Mining einen vorhersehbareren Einkommensstrom.
Die nächste Schwierigkeitsanpassung, die voraussichtlich Anfang April stattfinden wird, wird ebenfalls als nach unten gerichtet erwartet. Solange der Bitcoin-Preis unter den Produktionskosten bleibt, könnten Miner weiterhin das Netzwerk verlassen, und das Schwierigkeitsniveau könnte weiterhin nach unten angepasst werden. Obwohl das Bitcoin-Netzwerk langfristig eine selbstausgleichende Struktur ist, wird diese Übergangsphase, in der die Kosten die Einnahmen übersteigen, voraussichtlich sowohl Miner als auch den Markt weiterhin unter Druck setzen.
*Dies ist keine Anlageberatung.
Weiterlesen: Die Kosten für Miner, 1 BTC zu minen, sind auf 88.000 $ gestiegen – Was bedeutet das?

