Palantir hatte ein schwieriges Jahr 2026. Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit starken Gewinnen ist die Aktie in diesem Jahr um etwa 20 % gefallen und wird 31 % unter dem Rekordschlusskurs von $207,18 vom 03.11.2025 gehandelt.
Palantir Technologies Inc., PLTR
Am Freitag stieg PLTR um 1 % auf $143,09 und erholte sich damit teilweise von einem Rückgang von 7,2 % am Donnerstag während eines breiten Software-Ausverkaufs, der durch wichtige Quartalsergebnisse anderswo im Sektor ausgelöst wurde.
Die Aktie beendete die Woche mit einem Minus von 2,3 %.
Die Anlegerängste konzentrieren sich auf einige Punkte: eine überdehnte Bewertung, geopolitische Unsicherheit und die Befürchtung, dass KI-Startups das Kerngeschäft von Palantir untergraben könnten. Leerverkäufer Michael Burry heizte diese letzte Sorge Anfang des Monats weiter an und behauptete, Anthropic „fresse Palantir das Mittagessen weg".
Die Schweizerische Nationalbank geriet diese Woche ebenfalls unter Druck. Aktivisten aus Minneapolis forderten die SNB auf, ihre PLTR-Beteiligung im Wert von 1,1 Milliarden Dollar zu verkaufen, und verwiesen dabei auf Palantirs Rolle bei der US-amerikanischen Einwanderungsdurchsetzung. SNB-Präsident Martin Schlegel verteidigte die Anlagestrategie der Bank und erklärte, das Devisenportfolio diene der Unterstützung der Geldpolitik.
Trotz des Lärms bleiben mehrere Analysten optimistisch.
Rosenblatt-Analyst John McPeake bekräftigte am Freitag sein Kaufrating und hielt an seinem Kursziel von $200 fest. Er argumentierte, dass Palantir eines der wenigen Softwareunternehmen sei, das echtes, KI-gesteuertes Umsatzwachstum erziele, anstatt lediglich KI-Add-ons zu verkaufen.
In den vergangenen vier Quartalen verzeichnete Palantir ein Umsatzwachstum im Jahresvergleich von 70 %, 63 %, 48 % und 39 %. Die Wall Street erwartet nun für Q1 2026 einen Umsatzanstieg von 74 % auf 1,54 Milliarden Dollar, mit einem EPS von $0,28 — ein Anstieg von 115 % im Jahresvergleich.
McPeake erwartet, dass sich der Schwung aus Q4 in der ersten Hälfte des Jahres 2026 fortsetzt, und sieht das Staatseinnahmen in diesem Jahr um 58 % und im nächsten Jahr um 53 % wachsen — über dem Analystenkonsens von 45 % im Jahr 2026 und 32 % im Jahr 2027.
Am Mittwoch gab Palantir einen Kaufvertrag über 300 Millionen Dollar mit dem US-Landwirtschaftsministerium zur Unterstützung des National Farm Security Action Plan bekannt.
William-Blair-Analyst Louie DiPalma bekräftigte sein Kaufrating und verwies auf die Haushaltsanforderung des Verteidigungsministeriums, die eine Finanzierungslinie von 2,3 Milliarden Dollar für Palantirs Maven Smart System enthält.
DiPalma sagte, diese Zahl biete mehrjährige Planungssicherheit im Verhältnis zu seiner geschätzten Umsatz-Run-Rate von über 500 Millionen Dollar für dieses Programm. Er fügte hinzu, dass PLTR zwar auf Basis eines Umsatzmultiplikators teuer erscheine, aber bei der Bewertung auf Basis des freien Cashflows „vernünftig" aussehe.
D.A. Davidsons Gil Luria behielt ein Halterating bei — nicht aus Bedenken gegenüber dem Geschäft, sondern rein aus Bewertungsgründen. Er sagte, ein kürzlich abgehaltenes Webinar mit einem Palantir-Partner habe sein Vertrauen in die Wettbewerbsposition des Unternehmens tatsächlich gestärkt, und stellte fest, dass die Nachfrage nach der PLTR-Plattform seit Beginn des „KI-Hypes" gestiegen sei.
Der Gesamtkonsens der Wall Street vor den Ergebnissen am 04.05.: Moderater Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von $194,06 — was ein Aufwärtspotenzial von etwa 36 % gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert.
Der Beitrag Palantir (PLTR) Stock Is Down 20% — Wall Street Says Buy the Dip erschien zuerst auf CoinCentral.


